Die Österreicherin Kate Allen will ihren Traum von der Titelverteidigung in Peking trotz ihres schweren Sturzes beim Weltcup in New Plymouth (Neuseeland) nicht aufgeben. Die Verletzungen sind offenbar nicht so schlimm, wie zunächst befürchtet.
Während einer Abfahrt war die Olympia-Siegerin von 2004 zusammen mit weiteren Athletinnen in einen Sturz verwickelt und mit über 60 Stundenkilometer mit voller Wucht auf den Asphalt geprallt. „Ich war nicht in der Lage, den Sturz zu verhindern ich hatte nicht die geringste Chance“ sagte Allen zu dem Vorfall während der ersten Runde, als sie nur noch wenige Sekunden hinter den Führenden auf Aufholjagd war.
Bei ihrer Ankunft in Innsbruck sah sie schwer gezeichnet aus: Zerschundenes Gesicht, drei ausgeschlagene Zähne und rechter Arm in Gips. Sofort danach ging es zu eingehenden Untersuchungen bei dem Unfallchirurgen Dr. Christian Fink ins Sanatorium nach Hochrum. Der konnte für den Daumen Entwarnung geben: er ist nicht gebrochen, es ist nur ein Band gerissen. „Die Rippen sind Gott sei Dank nicht gebrochen, allerdings geprellt. Ich habe einen schmerzhaften Bluterguss im Brustbereich“ so Allen zur weiteren Diagnose. Sorgen wegen der Infektionsgefahr macht aber eine tiefe Schnittwunde im Knie.
Sobald wie möglich will sie wieder das Training aufnehmen, damit ein Start bei der EM in Lissabon am 10. Mai möglich sein wird. Dort hofft sie sich für die Olympia-Teilnahme zu qualifizieren. Der Daumen soll mit einer Schiene stabilisiert werden, ein Problem ist das Training im Schwimmen – ihrer schwächsten Disziplin, bei der sie aber zuletzt große Fortschritte zeigte. Das Chlorwasser würde den Heilungsverlauf der großflächigen Schürfwunden am ganzen Körper verzögern. „Ich will so schnell wie möglich wieder ins Wasser und trainieren“ sagte die 37-jährige Innsbruckerin, eventuell bereitet sie sich deshalb an der Adria vor, dort gibt es Salzwasser-Pools.
Die Schuldfrage bleibt nach wie vor ungeklärt: Tirols Triathlonpräsident Julis Skamen, der den Sturz auf einem Video sehen konnte, sagte zu dem österreichischen Nachrichtenportal „Die Presse.com“: „Genau kann man es auch nicht erkennen. Noch dazu verzerrt das Zoom den ganzen Unfallhergang.“






