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Kurzdistanz EM: Weltmeisterin Lisa Tertsch macht Goldansage

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Im spanischen Tarragona steht am kommenden Wochenende mit der Europameisterschaft der erste Saisonhöhepunkt an. Die Deutsche Triathlon Union (DTU) ist mit einem achtköpfigen Elite-Aufgebot sowie einem siebenköpfigen Para Team vertreten. Am Samstag, den 13. Juni, gehen die Elite-Sportlerinnen und -Sportler auf Medaillenjagd über die Olympische Distanz (1,5 km Schwimmen, 40 km Radfahren, 10 km Laufen). Die Para Athleten starten am Sonntag, den 14. Juni.
Lisa Tertsch WTCS Weltmeisterin 2025
Lisa Tertsch geht mit guten Titelchancen in das EM-Rennen in Tarragona – Bildrechte: Petko Beier

Lisa Tertsch mit Ansage: „Ich will Europameisterin werden“

Lisa Tertsch überzeugte bereits vor zwei Wochen mit Rang drei beim WM-Serien-Rennen im italienischen Alghero und ist damit erfolgreich in den Qualifikationszeitraum für die Olympischen Spiele 2028 in Los Angeles gestartet. Mit der Darmstädterin geht eine deutsche Top-Athletin ins Rennen, deren Fokus klar darauf liegt ein gewichtiges Wort bei der Medaillenvergabe mitzusprechen. „Ich will Europameisterin werden”, sagt Lisa Tertsch, die im Vorjahr die WTCS WM-Serie gewann, mit Blick auf das anstehende Rennen.

Zum erweiterten Kreis der Podiums-Aspiranten zählen außerdem Julia Bröcker und Franka Rust. Bröcker überzeugte mit Rang sieben beim Weltcup in Chengdu sowie Rang 15 beim WTCS-Stopp in Yokohama durch konstante Leistungen. Auch Rust erreichte bei beiden Rennen jeweils eine Top-15-Platzierung.

Die Europameisterin der Junioren-Mixed-Relay 2022, Jule Behrens, sowie Selina Klamt komplettieren das deutsche Frauenfeld. Bei beiden Athletinnen liegt der Fokus vor allem auf der Selbstsicherheit und Stabilität. „Insgesamt würde ich schon sagen, dass das Feld gut besetzt ist”, sagt Hoffmeister mit Blick auf die Startliste. „Vor allem mit Bianca Sergeni (ITA) wird das Schwimmen schnell, mit Sian Rainsley (GBR) und Marta Kropkó (HUN) sind einige gute Schwimmerinnen dabei. Nicht alle kommen zusammen aus dem Wasser. Wenn wir Franka und Julia Richtung Top-15 bekommen ist das gut. Und bei Lisa geht es nur noch ums Podest.” Die größte Konkurrentin auf dem Weg zum EM-Titel könnte die Belgierin Jolien Vermeylen werden, die derzeit im World Triathlon Ranking auf Rang sechs platziert ist.

Lasse Lührs ist die deutsche Männerhoffnung

Im Männerfeld ruhen die Hoffnungen auf Lasse Lührs, Olympiasieger in der Mixed Relay 2024. Nach seinem Sturz beim Europacup in Carole heißt es nun für Lührs, die Lücke zur Weltspitze zu schließen und an die vorherigen Leistungen anzuknüpfen. Ergänzt wird das deutsche Männerteam durch Benedikt Bettin und Jonas Osterholt.

Das Frauenrennen startet am Samstag um 15:30 Uhr deutscher Zeit, das Männerrennen folgt um 18:30 Uhr. Beide Wettbewerbe werden live online übertragen.

Martin Schulz greift nach Titelverteidigung

Über die paralympische Distanz (750 m Schwimmen, 20 km Radfahren, 5 Kilometer Laufen) geht mit Martin Schulz (PTS5) ein zweifacher Paralympics-Sieger an den Start. Schulz zählt in seiner Startklasse als Titelverteidiger natürlich zu den Topfavoriten auf den Titel.

Neben Schulz treten mit Neele Ludwig (PTS2) und Anja Renner (PTVI) mit Guide Maria Paulig zwei weitere Athletinnen an, die 2025 Medaillen bei Europa- beziehungsweise Weltmeisterschaften Medaillen errungen haben.

„Chancen auf eine Podestplatzierung sehen wir bei allen dreien. Sie sind gut durch die Vorbereitung gekommen und hochmotiviert“, blickt Para Bundestrainer Tom Kosmehl voraus. Ludwig verpasste im vergangenen Jahr nur knapp den EM-Titel. Entsprechend liegt auch bei ihr der Fokus klar der Kampf um Gold. Auch Renner geht mit Medaillenambitionen ins Rennen. Die Bronzegewinnerin der Paralympics 2024 sowie der Weltmeisterschaft in Wollongong 2025 stellte bereits in der Vergangenheit ihre EM-Stärke unter Beweis. Im vergangenen Jahr verpasste sie mit Rang vier nur knapp das Podium.

Ebenfalls am Start ist Valentin Hanzer (PTS3), der nach einer durchwachsenen Vorbereitung seinen Fokus weniger auf eine Medaille, sondern auf die zweite Jahreshälfte legt.

Neben den etablierten Athleten sind auch zwei internationale Rookies in Tarragona dabei: Sabine Ellerbrock (PTS4) und Jan Froede (PTWC). Für beide ist es die erste internationale Bewährungsprobe. Der wachsende Kader unterstreicht die starke Entwicklung im deutschen Para Triathlon. „Mit zwei Neulingen können wir stolz auf die Entwicklung sein. Sabine Ellerbrock und Jan Froede wollen nach ihrer Klassifizierung vor Ort erste internationale Erfahrungen sammeln“, so Kosmehl.

Die Para Rennen beginnen am Sonntag ab 15:00 Uhr.

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