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Mixed Relay DM: Titel an HYLO Team Saar/Viernheim und der Schuhklau von Steinhude

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Das HYLO Team Saar/Viernheim hat die DTU Deutschen Meisterschaften in der Mixed Relay gewonnen. Das Quartett Selina Klamt, Valentin Wernz, Annika Koch und Luca Fahrenson setzte sich bei der Multisport-Veranstaltung Die Finals souverän durch. Nach 1:27:04 Stunden war der erneute Titelgewinn nach 2024 am Steinhuder Meer eingetütet. Nach dem Vizemeister 2025 rundeten die letztjährigen dritt- beziehungsweise viertplatzierten Mannschaften SSF Bonn Triathlon Team (1:28:24) mit Julia Bodenschatz, Lasse Lührs, Lilly-Marie Overberg und Till Krajenski sowie Absolute Teamsport KTT 01 mit Josephine Seerig, Jan Semmler, Finja Herrmann und Nicklas Hogervorst (1:28:34) das Podium ab.
Die Finals 2026 Mixed Relay DM Siegerteam HYLO Saar/Viernheim
Deutscher Mixed Relay-Meister 2026: Das HYLO Team Saar/Viernheim in der Besetzung Valentin Wernz, Annika Koch, Selina Klamt und Luca Fahrenson (v.l). – Bildrechte: Petko Beier | petkobeier.de

ie Entscheidung über die Podestplätze fiel im dritten Durchlauf eines mitreißenden und abwechslungsreichen Rennens, als bei besten Bedingungen Annika Koch auf der Radstrecke das Tempo erhöhte und sich von der bis dato noch mit ihr in Führung liegenden Finja Loges vom später fünftplatzierten Dr. Loges Triathlon Team Lüneburg entscheidend absetzen konnte.

Mit hoher Schlagzahl setzte sich die Staffelweltmeisterin von 2024 auf der zweiten von zwei 3,8 Kilometer langen Radrunden von ihrer Konkurrentin ab und erhöhte den Abstand dann auf den abschließenden 1,4 Kilometern durch den Ortskern und entlang der Strandpromenade von Steinhude.„Das Team hatte einen richtig guten Job gemacht. Auch mit meinem Rennen bin ich zufrieden“, sagte Koch, im Anschluss an ihren Auftritt. „Ich wollte so viel Abstand wie möglich für Luca [Fahrenson] rausholen. Das ist mir ein Stück weit gelungen. Ich habe versucht meine Rhythmus zu finden, mich möglichst klein zu machen und möglichst konstant zu fahren.“

Am Ende übergab die am Bundesstützpunkt Saarbrücken trainierende Triathletin mit knapp einer Minute Vorsprung auf Luca Fahrenson, der diesen souverän nach Hause brachte.

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„Es war eine große Ehre, als Schlussläufer laufen zu dürfen, zumal ich erst am Dienstagabend erfahren habe, dass ich starten darf“, so Fahrenson, der den aufgrund eines Infektes ausgefallenen Staffel-Olympiasieger von Paris 2024, Tim Hellwig, kurzfristig auf Position vier ersetzte. „Ich wusste zwar, dass ich nicht alles geben musste, aber man probiert dann schon viel und kontrolliert Gas zu geben.“

Overberg bringt Bonn von vier auf die zwei

Vollgas gab auch Lilly-Marie Overberg, die den Grundstein für den Vizemeistertitel der Bonner legte. Mit einer Top-Performance auf der 275 m langen Schwimmstrecke vor den Strandterassen und Spitzenzeiten auf dem Rad und der Laufstrecke stürmte die 21-jährige Studentin von Rang vier auf den zweiten Platz nach vorne und zeigte sich im Zielbereich dementsprechend zufrieden mit ihrer Leistung. „Ich wollte alles raushauen. Ich wusste, dass noch etwas möglich ist nach vorne. Mein Ziel war es, es vor allem auf dem Rad zu machen. Das hat auch gut geklappt“, erklärte die Perspektivkader-Athletin, für deren Team Till Krajenski den zweiten Rang nach hinten absicherte.

Der Schuhklau von Steinhude

Allerdings profitierte das Team aus Bonn wie auch die drittplatzierten Kölner von einem äußerst seltenen Missgeschick der Konkurrenz. Denn lange Zeit waren beide Mannschaften in einer Zweierverfolgergruppe hinter einer vierköpfigen Spitzengruppe unterwegs, als beim Wechsel der ersten Männer von der Rad- auf die Laufstrecke Jayden Scott Koslick sein Rad falsch abstellte und in die Schuhe von Luis Rühl vom in der Wechselzone benachbarten Team aus Darmstadt schlüpfte.

„Ich bin in die Wechselzone gekommen. Carlotta [Bülck, Darmstadt] hat ein weißes Rad, Laura [Lindemann, Potsdam] hat ein weißes Rad und das ist nur ein Team weiter vorne. Und dann waren da genau die gleichen Schuhe wie meine. Ich habe nur aufs Rad und auf die Schuhe geguckt und habe es übersehen. Es ist mega ärgerlich. Das ist komplett mein Fehler“, gab Koslick zu, dessen Fauxpas gravierende Folgen hatte.

Während Koslick und sein Team Triathlon Potsdam um Olympiasiegerin Lindemann disqualifiziert wurde, suchte Rühl zunächst noch mehrere Sekunden lang verzweifelt seine Laufschuhe, ehe er sich angefeuert vom lautstarken Publikum barfuß auf die Verfolgungsjagd machte, die am Ende der Mixed Relay Rang vier für DSW12 Darmstadt bedeutete. „Es war nicht so toll. Ich habe schon bessere Läufe gehabt. Das hat sich nicht so schnell angefühlt“, bilanzierte der 20-Jährige sichtlich geknickt im Zielraum, nachdem seiner Mixed-Mannschaft am Ende 32 Sekunden auf das Podium fehlten.

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