
Das deutsche Quartett zeigte sich nach dem Rennen allerdings durch die Bank zufrieden mit dem Ausgang, auch wenn das Ziel des dritten WM-Triumphs in Serie hauchdünn verfehlt worden war.
„Es ist immer auch von der Tagesform abhängig. Ich habe mein Bestes gegeben, die anderen strengen sich auch an und trainieren auch hart. Von daher muss man einfach anerkennen, wenn andere besser sind“, sagte Lisa Tertsch nach der Siegerehrung. Die Mixed-Relay-Olympiasiegerin, die im Vorjahr in der Elbmetropole ebenfalls zur Goldstaffel gehört hatte, hatte ihr Team als Startathletin gut im Rennen positioniert und auf Lasse Nygaard Priester übergeben. „Ich war sehr glücklich, dass ich hier starten durfte. Es war für mich mega schön. Ich habe es sehr genossen“, sagte der 29-Jährige, der sich nach seinem persönlichen Leidensweg eindrucksvoll im internationalen Geschehen zurückmeldete.
Lasse Nygaard Priester übergibt als Führender
Zudem analysierte der in Quickborn geborene Triathlet die neue Reihenfolge in der Mixed Relay, bei der im Olympiazyklus bis Los Angeles 2028 die Frauen beginnen und die Männer den Schlussakkord liefern. „Das verändert schon was. Es wird neue Taktiken geben. Es ist gut, dass es so gut losgegangen ist. Langfristig wollen wir wieder da anknüpfen, wo wir in Paris waren. Das war heute ein vielversprechender Start“, so Nygaard Priester, der in Führung liegend Tanja Neubert ins Rennen schickte.
Die kämpfte stark an der Spitze, musste am Ende aber dennoch die laufstarke Französin Cassandre Beaugrand etwas ziehen lassen. Dennoch zog die 25-Jährige ein positives Fazit: „Am Ende können wir zufrieden sein. Es war die ganze Zeit ein super enges Rennen. Alles gut, dass wir mit einer Medaille nach Hause kommen.“
Henry Graf verliert auf dem Rad den Anschluss und kämpft sich zurück
Ähnlich sah es auch Henry Graf, der zunächst die Lücke auf Dorian Coninx wieder schloss, den dann aber auf seiner zweiten Radrunde ein Schleicher am Hinterrad wertvolle Stabilität und Zeit im Rennen gegen die Konkurrenz aus Australien, Frankreich, der Schweiz und Großbritannien gekostet hatte.
„Ich habe ziemlich Luft verloren. Das hat sich dann sehr schwammig in den Kurven angefühlt. Von daher war ich dann etwas vorsichtiger und habe ein bisschen was verloren auf dem Weg in die zweite Wechselzone, was auf der Distanz schon sehr ärgerlich ist. Aber zumindest bin ich durchgekommen.“
Der Darmstädter, der im Vorjahr an der Seite von Tertsch sowie Lasse Lührs und Annika Koch noch den WM-Titel auf dem Hamburger Rathausmarkt gefeiert hatte, sagte weiter: „Über eine Medaille bei einer WM, gerade wenn die so gut besetzt ist wie heute, kann man sich immer freuen. Natürlich will man irgendwann wieder mehr. Und natürlich sind wir in der Staffel über die letzten Jahre sehr verwöhnt gewesen, aber Bronze ist auch sehr schön.“





















