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O-Töne vom IRONMAN Frankfurt: „Heißer als auf Hawaii“

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Die Entscheidung, die Strecken beim IRONMAN Frankfurt aufgrund der angekündigten Hitze zu verkürzen, sorgte im Vorfeld für äußerst kontroverse Diskussionen. Viele Athletinnen und Athleten äußerten ihre Enttäuschung, nach monatelanger Vorbereitung keine vollständige Langdistanz absolvieren zu können. Andere hielten sogar eine komplette Absage oder Verschiebung des Rennens für die bessere Lösung.
Ironman Frankfurt 2026 Agegrouper Impressionen
War die Streckenverkürzung beim IRONMAN Frankfurt die richtige Entscheidung? Wir haben nach dem Rennen nachgefragt – Bildrechte: Petko Beier | petkobeier.de

Wie fällt das Urteil nach dem Rennen aus? Im Ziel am Frankfurter Römerberg haben wir Agegrouper unmittelbar nach ihrem Finish nach ihren Eindrücken gefragt – über die extremen Bedingungen, ihren Rennverlauf und ihre Einschätzung der umstrittenen Streckenverkürzung. Auffällig: Trotz anfänglicher Kritik bewerteten viele die Entscheidung im Rückblick als richtig.

ide andre ironman FFM2026

André Ide (M45-49) 7:18:46 Stunden: „Ich habe zuvor schon zwei Langdistanzen gemacht (OstseeMan, IRONMAN Hamburg). Beim Laufen habe ich die Hitze ganz schön unterschätzt. Es war extrem, wie sich hier in der Stadt die Hitze angesammelt hat und es war stellenweise überhaupt kein Wind. Damit muss man erstmal umgehen können. Die Verkürzung war schon richtig. Im ersten Moment war man natürlich ein bisschen verärgert, man hat ja so viel Geld dafür bezahlt. Jetzt im Nachhinein war es genau die richtige Entscheidung.“

Ertan Resitoglu (M40-44) 6:50:03 Stunden: „Ich habe letztes Jahr in Roth meine erste Langdistanz gemacht. Für die, die das erste Mal einen vollen IRONMAN machen wollten, finde ich es ein bisschen schade. Ich glaube der Großteil der Kritiker im Vorfeld sind wahrscheinlich jetzt happy, dass verkürzt wurde. Ich bin vollkommen fein damit. Da ich mit der Hitze nicht gut klarkomme, wollte ich einfach nur gesund ankommen. Als guter Schwimmer wollte ich unter einer Stunde schwimmen, habe leider nur 1:02 geschafft. Die Rad- und Laufpace habe ich dann so angepasst, dass ich locker durchgekommen bin. Ich hätte die volle Distanz sicher auch geschafft.“

Manuela Fischer (F50-54) 8:49:48 Stunden: „Ich habe bisher 15 Ironmans gemacht und so extrem war es noch nie mit der Hitze. Es war heißer als beim Ironman Hawaii. Wenn man die Erfahrung hat, dann kann man mit so einer Extremsituation besser umgehen und seinen Flüssigkeitshaushalt entsprechend regulieren. Man weiß, wie man sich kühlen und pacen muss, um nicht zu überhitzen. Das ist mir heute gut gelungen und ich bin sehr zufrieden mit meinem Rennen. Persönlich war ich schon etwas drüber enttäuscht, dass es nicht über die volle Strecke ging. Aber es ist für viele Rookies sicher besser gewesen mit der Verkürzung. Das mit den Shuttles zum See war ein totales Chaos, sowas habe ich bisher noch nicht erlebt.“

moch andreas ironman FFM2026

Andreas Moch (M55-59) 7:00:43 Stunden: „Richtig heiß war es mir, wie wohl allen anderen auch. Schon am Morgen war die Luft sodrückend. Mein Schwimmen lief nicht optimal, aber okay. Auf dem Rad hatte ich einen richtigen Einbruch bei 50 km. An einer Verpflegungsstelle habe ich mich erstmal in Schatten gestellt und runtergekühlt. Anschließend bin ich weitergefahren und mich dann ganz gut ins Rennen reingekämpft. Es war heute mein 15. IRONMAN. 1990 war ich schon auf Hawaii dabei. Von daher bin einiges gewohnt. Das Schlimme war, dass es vorher schon so heiß war. Die ganze Stadt hat gekocht. Ich bin froh, dass die Strecken verkürzt wurden, auch wenn auf der Wettkampfbesprechung da einige gebuht hatten. Ich glaube jeder ist heute froh, dass er nicht noch einen Marathon laufen musste.“

Robert Grundhever (M18-24) 8:08:58 Stunden (Langdistanz-Rookie): „Ich habe tatsächlich jetzt schon mit Freunden darüber gesprochen. Ich finde es absolut richtig mit der Verkürzung. Ich hätte es nicht geschafft aufgrund der Hitze. Ich habe mehrere Leute gesehen, die am Straßenrand lagen, in den Rettungszelten. Mit den Maßnahmen war es gerade so machbar. Alles drüber wäre verantwortungslos gewesen. Ich war im ersten Moment enttäuscht über die Verkürzung, aber es ist absolut richtig. Man kann nichts machen. Ich hatte trotzdem unfassbar viel Spaß. Das ist die Hauptsache.“

Ironman FFM2026 agegrouper 01

Shirin Eissa (F25-29) 8:09:27 Stunden: „Ich wollte heute das erste Mal einen vollen IRONMAN machen, deswegen war ich schon bisschen frustriert, als am Freitag die Verkürzung verkündet wurde. Aber Ich verstehe natürlich warum. Meiner Meinung nach wäre vielleicht eine komplette Absage die bessere Lösung gewesen. Man ist halt kein richtiger IRONMAN, wenn man nicht die volle Distanz ins Ziel gebracht hat. Wenn du dafür ein Jahr intensiv trainiert hast, dann ist man halt erstmal enttäuscht. Da ging es vielen Athletinnen und Athleten so. Andererseits bin ich jetzt auch stolz, dass ich das Rennen gesund gefinisht habe.“

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