
Nach ihrem WM-Titel im vergangenen Jahr und Silber bei der EM 2024 sicherte sich Brunnée den Europameistertitel über die Mitteldistanz auf den bekannten Strecken in der StädteRegion Aachen und unterstrich einmal mehr ihre Ausnahmestellung. Die 31-Jährige absolvierte die Strecke von 10 km Laufen, 60 km Radfahren und erneut 10 km Laufen in einer neuen Streckenrekordzeit von 2:41:47 Stunden. Die alte Bestzeit (2:42:01) hatte sie selbst erst im Vorjahr aufgestellt.
Auf dem Rad macht Brunnée den Unterschied
Nach dem ersten Lauf hatte Brunnée eine gute Minute Rückstand auf die führenden Britin Rachel Brown. Auf dem Rad wendete sich das Blatt und die Deutsche übernahm mit einem Schnitt von knapp 42 km/h die Spitze und setzte sich entscheidend ab. Mit mehr als drei Minuten Vorsprung ging die gebürtige Bremerin auf die abschließenden Laufkilometer und ließ sich den Sieg nicht mehr nehmen. Brown zeigte sich auf den letzten Kilometern zwar noch einmal stark, konnte den Rückstand aber nicht entscheiden verkürzen und belegter am Ende Rang zwei (2:43:32). Dritte wurde die Niederländerin Dieske Kruisselbrink (2:49:12).
Maja Betz verpasste mit einer Zeit von 2:51:59 Stunden das Podium und belegte Rang fünf. Hannah Arlom (2:54:12) und Lisa Strothmann (2:55:46) arbeiteten sich auf dem Rad zunächst nach vorne, verloren auf den abschließenden Laufkilometern jedoch wieder Plätze und kamen auf Platz sieben beziehungsweise neun ins Ziel.
Schaffeld stürmt auf Platz sechs
Bei den Männern verpassten die deutschen Elite-Starter zwar das Podium, Timo Schaffeld konnte dennoch ein Ausrufezeichen setzen. Der 30-Jährige, der bei der WM im Vorjahr Rang 16 belegt hatte, zeigte ein starkes Rennen und verbesserte sich im Verlauf kontinuierlich. Nach dem ersten Lauf noch auf Rang elf liegend, arbeitete sich Schaffeld vor allem auf dem Rad nach vorne und erreichte als Sechster die Ziellinie (2:29:40). Den Sieg sicherte sich Thibaut De Smet (BEL; 2:23:47) vor Andrea Alagona (SUI; 2:25:03) und Matthew Nelson (GBR; 2:25:33).
Für Simon Huckestein verlief das Rennen dagegen enttäuschend. Der WM-Fünfte des Vorjahres musste bereits nach dem ersten Lauf aufgrund einer Wadenverletzung vorzeitig aufgeben.






