
„Es war heute mein Tag“, meinte der neue Duathlon-Langdistanz-Weltmeister Baptiste Domanico, nachdem er mit einer Siegerzeit von 6:06:51 Stunden die Ziellinie überquert hatte. Im letzten Jahr noch Siebter zeigte der 34-jährige Franzose auf dem Rad heuer eine starke Leistung und meint dazu: „Ich fühlte mich auf dem Rad heute außergewöhnlich wohl und den Vorsprung gab mir auf der abschließenden Laufstrecke die nötige Sicherheit“. Eine Riesenfreude zeigte im Ziel der zweitplatzierte Däne Silas Engel Plambaek. Der 21-Jährige hat selbst nicht damit gerechnet, dass er bei seinem ersten Langdistanz-Rennen direkt aufs Podest steigt: „Ich fühlte mich in Form für dieses harte Rennen in Zofingen, aber man kann schon sagen, dass es eine Überraschung ist.“
Blondel-Hermant nach Reifenschaden mit DNF
Für den großen Favoriten auf den Sieg, Émile Blondel-Hermant, war das Rennen bereits nach einer guten halben Stunde zu Ende. Der letztjährige Sieger hatte kurz nach dem Wechsel auf das Rad einen Platten zu beklagen und gab das Rennen auf.
Mit Matthieu Bourgeois aus Frankreich strich auch der Powerman-Sieger von 2022 frühzeitig die Segel. Dafür zeigte sich ein anderer Franzose in bestechender Form. Der 34-jährige und letztjährige Siebte Baptiste Domanico übernahm auf der Radstrecke die Führung von Fabian Holbach. Der Deutsche blieb dem Franzosen zwar lange dicht auf den Fersen und fiel erst gegen Schluss der 150 km langen Radstrecke zurück. Baptiste Domanico ging schließlich mit über zwei Minuten Vorsprung auf den Schweizer Jens-Michael Gossauer auf die abschließende Laufstrecke. Dort behauptete er seine Führungsposition, während Gossauer den zweiten Zwischenrang an den überraschend starken Dänen Silas Engel Lambaek abgeben musste und später auf den undankbaren vierten Platz zurückfiel. Fabian Holbach zog am Schweizer vorbei und sicherte sich wie vor zwei Jahren die Bronzemedaille.

Brunnée stellt auf dem Rad die Weichen auf Sieg
Merle Brunnée wurde auch in diesem Jahr der hohen Erwartungshaltung gerecht und feierte ihren vierten WM-Langdistanz-Titel in Zofingen. Allerdings hatte die Heidelbergerin mit der Britin Rachel Brown eine starke Konkurrentin. Bei ihrem ersten Zofingen-Start führte sie das Feld nach dem Laufen zusammen mit der Allgäuerin Madlen Kappeler an.

Auf dem Rad machte Brunnée ihren Rückstand schnell wett und hatte auf dem Wiliberg nach 22 km schon einen Vorsprung von 40 Sekunden herausgeholt. Mit einem Polster von mehreren Minuten nahm die Topfavoritin die finalen 30 Laufkilometer in Angriff und brachte ihren vierten Zofingen-Sieg seit 2021 in 6:48:24 Stunden sicher ins Ziel. “Zofingen ist immer etwas Besonderes und für mich inzwischen wie ein nach Hause kommen. Ich kenne die Strecke und die Herausforderungen. Es ist einfach schön hier.“ Die Britin Rachel Brown verteidigte ihrerseits den zweiten Platz bis ins Ziel und holte sich bei ihrer ersten Powerman-Teilnahme in Zofingen Silber. Dementsprechend glücklich war Brown im Zielraum: „Ich bin sehr zufrieden mit dem zweiten Platz. In Anbetracht der starken Leistung von Merle Brunnée hatte ich keine Möglichkeit zu ihr aufzuschließen.“ Schwer erschöpft aber umso glücklicher erreichte Madlen Kappeler als Dritte das Ziel und sorgte so für die zweite deutsche Podiumsplatzierung bei den Frauen.

Maja Betz (5.), Stephanie Wunderle (6.) und Lisa Strothmann (7.) rundeten im Elitefeld den starken Auftritt der deutschen Duathlon-Girls ab.










