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Powertriathlon Gera 2026: 30. Auflage mit Mixed-Relay-Premiere

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Beim Powertriathlon Gera 2026 (30./31. Mai) steht die 30. Auflage des Traditionsrennens an. Neben bewährten Wettkämpfen sorgt zum Jubiläum erstmals eine Mixed-Relay für zusätzliche Dynamik und macht das Triathlon-Event in Thüringen einmal mehr attraktiv für Starter – vom Einsteiger bis zum ambitionierten Athleten.
Powertriathlon Gera
Auch bei der 30. Auflage garantiert: Beste Stimmung an der Finishline des Powertriathlon Gera im Hofwiesenpark – Bildrechte: Petko Beier

Mixed-Relay: Neue Dynamik zum Jubiläum

Die Idee, eine Mixed-Relay in das Programm zu integrieren, ist dabei keineswegs neu. „Den Gedanken gab es schon immer mal. Er wurde aus Respekt vor dem organisatorischen Aufwand immer wieder verworfen“, heißt es aus dem Organisationsteam. Zum runden Geburtstag sollte es dann aber bewusst etwas Besonderes sein: „Für das Jubiläum wollten wir gern etwas Besonderes machen,“ erklärt Daniel Zein, der beim Powertriathlon für die Vermarktung verantwortlich ist. Nachdem eine Bewerbung um eine Deutsche Meisterschaft im Vorjahr nicht erfolgreich war, rückte das Thema erneut in den Fokus – mit Erfolg.

Gerade für Zuschauer verspricht das Format zusätzliche Spannung. Kurze, intensive Rennabschnitte und häufige Wechsel sorgen für reichlich Action. Mit den ehemaligen Triathlon-Profis Steffen Justus – heute im Trainerstab der DTU tätig – und Hubert Hammerl haben bereits zwei bekannte Namen der Szene ihre Teilnahme zugesagt. Der dritte noch vakanten Frauenplatz der Mixed-Relay wird in einer Verlosung vergeben.

Von „Power“ geprägt: Die Anfänge

Der erste Powertriathlon fand 1995 statt – und hatte mit dem heutigen Format nur bedingt etwas gemeinsam. Die Strecken waren deutlich ausgedehnter und vor allem eines: sehr anspruchsvoll. Die 40 Kilometer lange Radstrecke führte von Gera über Bad Köstritz bis nach Bad Klosterlausnitz und zurück. Auch beim Laufen wurde experimentiert – inklusive mehrfacher Anstiege hinauf zum Jagdhof.

„Damals hatten die Schwierigkeiten der Strecken beim Lauf und beim Radfahren erste Priorität. Daher auch der Name ‚Powertriathlon‘.“ Der Anspruch, den Athleten alles abzuverlangen, war also von Beginn an Programm.

Entwicklung: Neue Streckenkonzepte für mehr Sicherheit und Zuschauerfreundlichkeit

Mit den Jahren änderten sich jedoch die Rahmenbedingungen. Mehr Verkehr und steigende Sicherheitsanforderungen machten Anpassungen notwendig. Die Konsequenz: ein neues Streckenkonzept mit kompakteren Runden.

Das bringt Vorteile für alle Beteiligten. Zuschauer erleben das Rennen hautnah und deutlich intensiver, während Athleten von voll gesperrten Strecken und erhöhter Sicherheit profitieren. Gleichzeitig wurde das Angebot stetig erweitert. Firmen-, Familien- und Jedermann-Staffeln sind heute fester Bestandteil des Events.

Powertriathlon Gera 2025
Beim Powertriathlon dürfen sich die Teilnehmer auf eine komplett gesperrte Radstrecke freuen – Bildrechte: Petko Beier

Der Powertriathlon hat sich so zu einer der größten Sportveranstaltungen in Thüringen entwickelt – mit einer gelungenen Mischung aus Leistungs- und Breitensport.

Meilensteine und Geschichten

Drei Jahrzehnte Powertriathlon bedeuten auch unzählige Geschichten. Eine davon schreibt Wolfgang Fleischmann (Jahrgang 1949), der als ältester Starter 2026 erneut antritt. Bereits in den 90er Jahren stand er in Gera am Start – und ist bis heute Teil des Teilnehmerfeldes. Ein weiteres Highlight war die Staffel der Oberbürgermeister im vergangenen Jahr, die für Aufmerksamkeit weit über den sportlichen Rahmen hinaus sorgte und die 2026 eine Fortsetzung erfährt.

Powertriathlon Gera Oberbürgermeister-Staffel
Die Staffel der Oberbürgermeister geht 2026 in die nächste Runde – Bildrechte: Petko Beier

Und dann gibt es noch die Anekdoten hinter den Kulissen: 1997 etwa, im dritten Jahr des Rennens, war das Organisationsteam um Hans-Jürgen Günther und Thorsten Kunath parallel mit dem eigenen Hausbau beschäftigt – und hatte schlicht „keine Zeit für die Orga“. Dass die Veranstaltung dennoch stattfand, zeigt, wie viel Herzblut schon damals im Powertriathlon steckte.

Ausblick: Bewährtes erhalten, Neues wagen

Trotz aller Entwicklung bleibt eines konstant: die starke Gemeinschaft hinter dem Event. „Wir sind besonders stolz und dankbar darüber, dass allein an den beiden Tagen über 200 freiwillige Helfer die Veranstaltung absichern und am Laufen halten.“ Ohne dieses Engagement wäre ein Event dieser Größenordnung nicht denkbar.

Powertriathlon Gera 2025
Für die Helfer gibt´s beim Powertriathlon einen eigenen Staffelwettbewerb – Bildrechte: Petko Beier

Für die Zukunft setzt das Organisationsteam auf Kontinuität und gezielte Weiterentwicklung. Die Mixed-Relay könnte dabei ein weiterer Meilenstein werden. Gleichzeitig bleibt der Wunsch, dass die Begeisterung – bei Teilnehmern wie Zuschauern – anhält. Oder anders gesagt: Der Powertriathlon Gera bleibt auch nach 30 Jahren das, was ihn immer ausgezeichnet hat – ein Event mit Charakter, Geschichte und ordentlich „Power“.

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