tri2b.com

RaceRanger-Daten veröffentlicht: So fair war das Profirennen der Challenge Roth 2025

Neueste Artikel

Heute wurden die RaceRanger-Daten des Profirennens beim DATEV Challenge Roth veröffentlicht. Im Vergleich zu anderen Non-Drafting-Rennen zeigen die Ergebnisse aus Roth laut RaceRanger Co-Founder James Elvery einen bemerkenswert positiven Trend im Profifeld. Die klar erkennbare Bereitschaft der Profis, fair zu fahren, spiegeln die Ergebnisse wider.
250706 090622 01pbA05k
Challenge Roth 2025: Die Verfolgergruppe kurz vor dem Ende der ersten Radrunde – Bildrechte: PetkoBeier.de

Mit der Veröffentlichung der RaceRanger-Daten wurde der Beschluss aus dem Profi-Racebriefing umgesetzt. Dort hatte Sam Laidlow am Freitag vor dem Rennen den Wunsch geäußert, dass die erhobenen Daten anschließend veröffentlicht werden. Alle Pros gaben bei der Abstimmung dafür dann ihre Zustimmung.

Zum Verständnis: Die Daten wurden um die Streckenabschnitte mit großem Zuschaueraufkommen, wie dem Solarer Berg, Kränzleinsberg und Kalvarienberg sowie die ersten und letzten 500 Meter der Radstrecke und den Verpflegungsstellen bereinigt. Diese Gebiete wurden vom Schiedsgericht bereits im Vorfeld von der Draftingregelung ausgenommen.

Die Athletinnen und Athletinnen wurden im Vorfeld der Veröffentlichung, ohne jegliche Einsichtnahme in die Daten, nochmals um ihre Zustimmung zur Veröffentlichung geben. Alle Pros gaben dafür ihre Zustimmung.

Als Regelwerk liegt beim DATEV Challenge Roth die Sportordnung der DTU zu Grunde. Die für die RaceRanger-Messung relevante Windschattenzone beträgt 12 m. Ein Überholvorgang muss in 25 Sekunden abgeschlossen sein. Die DTU Sportordnung, die sich an den World Triathlon Competition Rules orientiert, sieht keinerlei nachträgliche Sanktionierungsmaßnahmen vor.

Sam Laidlow, Jonas Schomburg und Laura Philipp: 0 Sekunden in der Draftzone bei über 240 Minuten Fahrtzeit

Bei mehr als vier Stunden Fahrtzeit belegen die veröffentlichten Zahlen eindrucksvoll, wie fair insbesondere an der Spitze gefahren wurde: So wurden beim Sieger Sam Laidlow und der Siegerin Laura Philipp keinerlei Verweildauer in einer Draftingzone aufgezeichnet. Ebenfalls komplett ohne Auffälligkeiten waren Jonas Schomburg (0 Sekunden), der direkt nach dem Schwimmen die Führung übernommen hatte, und auch Jan Stratmann (4 Sekunden), der zu den aktivsten Athleten in der Verfolgergruppe zählte, unterwegs.

Ähnlich sah bei den Frauen an der Spitze aus. Die Zweitplatzierte Grace Thek war nur 14 Sekunden, die Dritte Alanis Siffert lediglich 5 Sekunden an nicht erlaubter Zeit im Windschatten unterwegs.

Ein Vergleich zu den im Vorjahr erhobenen Daten zeigt, dass diesmal fairer gefahren wurde: Im Schnitt lag die Zeit, die männliche Profis in der verbotenen Zone verbrachten, um 5 % niedriger als 2024, bei den weiblichen Profis sogar um 11 %.

Mehr Zeit in der Draftingzone durch „Yo-Yo“-Manöver

Größere Zeitwerte in der Draftingzone entstanden in der Regel durch sogenannte „Yo-Yo“-Manöver. Das bedeutet, dass Profis in die Draft-Zone hineinfahren, z.B. bei abrupten Bremsmanövern des Vorausfahrenden, und sich wieder zurückfallen lassen.

„Wir sehen deutlich, dass die Athleten an der Spitze des Feldes mit gutem Beispiel vorangehen und so sauber wie möglich fahren. Die Daten sprechen für sich: Fairer geht es an der Spitze nicht“, so James Elvery. „Die Offenheit, mit der Roth damit umgeht, ist absolut vorbildlich und ein spannender Schritt nach vorne für unseren Sport.“

„Fairness auch durch Veröffentlichung der Daten“

„Wir wollen Fairness im Sport nicht nur predigen, sondern sichtbar machen“, sagt Renndirektor Felix Walchshöfer, der die Veröffentlichung gemeinsam mit den Profis, auf Initiative von Sam Laidlow, vor dem Rennen beschlossen hatte. „Dass diese Daten jetzt offen zugänglich sind, ist ein wichtiger Schritt und Roth geht hier als Vorreiter voran. Wir freuen uns sehr, dass die Daten wiedergeben, dass das Rennen sehr fair verlaufen ist. Ich bin mir sicher, dass wir auch aufgrund des Beschlusses der Veröffentlichung der Daten ein solch faires Rennen gesehen haben. Natürlich gilt auch weiterhin: Die Wettkampfrichter vor Ort haben immer die Entscheidungshoheit über mögliche Vergehen. RaceRanger ist ein technisches Hilfsmittel, das unsere Referees unterstützt, um ein faires Rennen wie beim DATEV Challenge Roth 2025 zu gewährleisten.“

Aktuelle Event-Tipps

Neueste Artikel

Powertriathlon Gera 2025
30. Powertriathlon Gera am 30. & 31.05.2026 – Saisonstart im Hofwiesenpark