
Das sagt Naked zur SHYFT
Herzstück der Naked SHYFT ist die individuelle Anpassung der Rahmenbreite. Über einen webbasierten Gesichtsscan per Smartphone oder Laptop wird die Gesichtsbreite des Nutzers ermittelt. Auf Basis dieser Daten berechnet ein Algorithmus die optimale Rahmenbreite. Anschließend wird der Rahmen im Multi-Jet-Fusion-Verfahren aus PA12-Polyamid in Österreich gefertigt.

Nach Angaben von Naked Optics soll die individuelle Passform Druckstellen vermeiden und gleichzeitig für einen sicheren Sitz bei sportlicher Belastung sorgen. Ergänzt wird der maßgefertigte Rahmen durch gummierte Bügel und ein flexibel anpassbares Nasenstück.

Für unterschiedliche Lichtverhältnisse stehen insgesamt neun Wechselgläser in fünf Lichtkategorien (CAT. 0 bis CAT. 4) zur Verfügung. Dank eines Stecksystems sollen sich die Scheiben innerhalb weniger Sekunden austauschen lassen. Naked Optics setzt dabei bewusst auf eine regionale Fertigung mit kurzen Lieferwegen und einer bereits CE-zertifizierten Produktion.
Unsere Testeindrücke
Mit der SHYFT bringt Naked Optics eine echte Innovation auf den Sportbrillenmarkt. Statt auf klassische Einheitsgrößen zu setzen, wird die Rahmenbreite anhand eines digitalen Gesichtsscans individuell angepasst und anschließend im 3D-Druckverfahren in Österreich gefertigt. Wir haben die SHYFT in den vergangenen Wochen beim Laufen, Rennradfahren, Skirollern und Mountainbiken ausführlich getestet. Zum Einsatz kamen das blaue Glas (CAT. 3) für sonnige Bedingungen sowie das goldene Glas (CAT. 2) für bewölktes Wetter, Dämmerung und Fahrten im Wald.

Bereits der Bestellprozess hinterließ einen positiven Eindruck. Der Gesichtsscan per Smartphone oder Laptop funktionierte unkompliziert und selbsterklärend. Seine eigentliche Stärke spielt das Konzept jedoch erst im Praxiseinsatz aus: Die individuell angepasste Rahmenbreite sorgt für eine Passform, die sich von den herkömmlichen Standardgrößen abhebt.





Die SHYFT saß bei unserem Tester vom ersten Aufsetzen an hervorragend. Auch bei langen Trainingseinheiten mit dem Roadbike blieb der Tragekomfort hoch, Druckstellen traten nicht auf, obwohl die SHYFT mit selbst gewogenen 32 g Gewicht nicht unbedingt zu den Leichtgewichten unter den Performance-Sportbrillen zählt. Der gute Sitz bestätigte sich auch auf dem Mountainbike und in den Laufschuhen, selbst bei stärkerem Schwitzen oder auf ruppigen Trails.
Bezüglich des Materials vermittelt die Brille einen hochwertigen und stabilen Eindruck. Der im 3D-Druck gefertigte Rahmen ist sauber verarbeitet und wirkt ausreichend robust für den ambitionierten Trainings- und Wettkampfeinsatz.

Überzeugend präsentierte sich auch der Windschutz. Die Augen werden auch bei höheren Geschwindigkeiten zuverlässig geschützt. Gleichzeitig bleibt die Rundumsicht angenehm offen, was insbesondere auf dem Rennrad und im Gelände für zusätzliche Sicherheit sorgt.
Die beiden getesteten Gläser decken unterschiedliche Einsatzbereiche sinnvoll ab. Das blaue CAT.-3-Glas überzeugte bei sonnigen Bedingungen mit angenehmem Blendschutz, während das goldene CAT.-2-Glas seine Stärken vor allem bei diffusem Licht, bewölktem Himmel, in der Dämmerung sowie auf schattigen Waldpassagen ausspielte. Die optische Qualität beider Scheiben hinterließ insgesamt einen sehr guten Eindruck.
Ebenfalls gelungen ist der Gläserwechsel. Dieser gelingt in wenigen Handgriffen und lässt sich mithilfe der mitgelieferten Anleitung schnell nachvollziehen. So kann die SHYFT problemlos an wechselnde Licht- und Wetterbedingungen angepasst werden.
Fazit
Die Naked SHYFT zeigt eindrucksvoll, welches Potenzial in einer individuell angepassten Sportbrille steckt. Der digitale Gesichts-Scan und der maßgefertigte 3D-Druck sind dabei weit mehr als ein technisches Gimmick – sie sorgen im Test für eine Passform, die sich spürbar von klassischen Standardmodellen abhebt. Der sichere Sitz, der hohe Tragekomfort und das geringe Gewicht überzeugten in sämtlichen Testdisziplinen – vom Laufen über das Rennrad bis hin zum Mountainbike und Skirollertraining.

Hinzu kommen eine hochwertige Verarbeitung, eine überzeugende Glasqualität sowie der unkomplizierte Wechsel der Scheiben für unterschiedliche Lichtverhältnisse. Einzig das etwas höhere Gewicht kann bemängelt werden. Wer bislang Schwierigkeiten hatte, eine wirklich gut sitzende Sportbrille zu finden, sollte sich die Naked-Neuentwicklung genauer ansehen. Das innovative Konzept funktioniert im Praxiseinsatz überzeugend und macht die SHYFT zu einer der interessantesten Sportbrillen-Neuheiten der Saison.
















