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sailfish Night: Laura Philipp und Jonas Schomburg die Triathleten des Jahres

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Das „Who is Who“ der nationalen und internationalen Triathlon-Szene feierte bei der 15. sailfish Night of the Year ihre Heldinnen und Helden der Saison 2025. Unter den rund 800 Gästen in der Neuen Stadthalle Langen gab es auch diesmal ein Schaulaufen der Stars im Anzug und Kostüm. Die internationalen Stargäste waren dabei einmal mehr IRONMAN-Weltmeister Casper Stornes und die IRONMAN Weltmeisterin Solveig Lovseth.
sailfish night 2025
Die Preisträger der triathlon-Awards bei der sailfish Night of the Year 2025 – Bildrechte: Petko Beier | petkobeier.de

Während der Auftritt des norwegische Weltmeister-Duos für stehenden Applaus im Saal sorgte, war die deutsche World Triathlon-Weltmeisterin Lisa Tertsch unweit ihres Heimatortes Darmstadt nicht unter den Gästen. Allerdings wurde Tertsch die Ehre zu Teil, dass die Gala mit den Bildern und O-Tönen ihre WM-Coups beim WTCS-Finale im australischen Wollongong eröffnet wurde.

Wie in jedem Jahr standen die Auszeichnungen der “triathlon-Awards” im Mittelpunkt des Abends, Knapp 10.000 Stimmen wurden bei der beliebten Publikumswahl abgegeben.

Die Besten des Jahres 2025: Philipp, Schomburg, Stornes und Lovseth

Zur Triathletin des Jahres wurde erneut Laura Philipp gewählt. Mit den prestigeträchtigen Siegen beim DATEV Challenge Roth und dem IRONMAN Hamburg, sowie dem dritten Platz auf Hawaii kann die Heidelbergerin erneut auf eine erfolgreiche Saison zurückblicken. In nichts nachstehen musste Philipps Ehemann Philipp Seipp, der ebenfalls erneut als Coach des Jahres geehrte wurde.

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Bester Coach und beste Triathletin des Jahres 2025: Philipp Seipp und Laura Philipp – Bildrechte: Petko Beier | petkobeier.de

Als Triathlet des Jahres durfte sich erstmals Jonas Schomburg feiern lassen, der 2025 den Umstieg auf die Langdistanz wagte und dem mit Rang zwei in Roth und dem sechsten Platz bei der IRONMAN WM in Nizza auf Anhieb der Sprung in die Weltelite gelang. Für 2026 hat sich Schomburg zwei Ziele vorgenommen. Zuerst in Roth „das Ding abschießen“ und anschließend alles auf Kona ausrichten.

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Jonas Schomburg: „2026 das Ding in Roth abschießen – Bildrechte: Petko Beier | petkobeier.de

Die Titel auf internationaler Ebene gingen wie zu erwarten nach Norwegen. Casper Stornes, der im September bei der IRONMAN World Championship in Nizza, das reine norwegische Podium anführte und Solveig Lovseth, die beim dramatischen Showdown in der Hitzehölle des Queen Kaahumanu Highway einen kühlen Kopf behielt und sich als Kona-Rookie den IRONMAN Hawaii-Sieg sicherte.

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Die IRONMAN Weltmeisterin und der IRONMAN Weltmeister: Solveig Lovseth und Casper Stornes – Bildrechte: Petko Beier | petkobeier.de

Beide wollen 2026 auch in Deutschland an der Startlinie stehen. Stornes hat den IRONMAN Frankfurt in seine Rennplanung aufgenommen und Lovseth plant mit einem erneuten Auftritt beim IRONMAN Hamburg, wo ihr 2025 als Dritte ein superstarkes Langdistanz-Debüt gelang.

Aufsteiger des Jahres: Leonie Koczalla und Lasse Nygaard Priester

Gekürt wurden auch die „Aufsteiger“ des Jahres. Bei den Frauen durfte sich Leonie Konczalla über diese Auszeichnung freuen. Der Hamburgerin gelang beim IRONMAN Hawaii ein sensationeller neunter Platz, nachdem sie dort nach dem Schwimmen auf Position 51 lag und anschließend mit der zehntbesten Radzeit und dem fünftschnellsten Marathon noch den Sprung in die Top Ten schaffte. Bei den Männern ist Lasse Nygaard Priester der Aufsteiger des Jahres. Der 30-jährige Norddeutsche, der in Freiburg lebt und trainiert, hatte im Vorjahr während der finalen Olympiaausscheidung einen Herzinfarkt erlitten und die Fortsetzung der Karriere war anschließend lange Zeit fraglich. Nach dem Go der Ärzte folgte im Frühjahr 2025 das Comeback und der erste Mitteldistanz-Test. Die zweite Mitteldistanz war dann für Priester ein emotionaler Triumphlauf – Sieg vor heimischer Kulisse beim IRONMAN 70.3 Kraichgau.

Die Rennen des Jahres: Roth, Allgäu und Hamburg vorne

Bei den Rennen des Jahres war einmal mehr Roth das Glanzlicht. Zum 14-mal in Folge ging der Titel „Beste Langdistanz des Jahres“ ins fränkische Triathlon-Mekka. 51 % der Stimmen entfielen auf die DATEV Challenge Roth. „14 Jahre in Folge als Rennen des Jahres ausgezeichnet zu werden, ist keine Selbstverständlichkeit. Es sind dieses einzigartige Miteinander, diese Stimmung und Leidenschaft, die Roth so magisch machen. Vielen Dank an alle, die für uns gestimmt haben und ein herzliches Dankeschön an alle, die das Rennen jedes Jahr immer ein Stückchen besser machen. Euch allen gehört diese Auszeichnung,“ sagte Kathrin Walchshöfer-Helneder, die Auszeichnung entgegennahm.

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Die besten Rennen des Jahre 2025 waren im Allgäu, in Roth und in Hamburg – Bildrechte: Petko Beier | petkobeier.de

Als beste Mitteldistanz des Jahres wurde erneut der Allgäu Classic gekürt. Den Preis nahmen Hannes Blaschke, Marlon Wörndl und Sebastian Eisenlauer entgegen. Der Titel der besten Kurzdistanz ging in den hohen Norden an den World Triathlon Hamburg, der mit dem Veranstalterwechsel unter die Fittiche der DTU auch in der Gunst der Aktiven wieder zulegte. Entsprechend erfreut nahm Veranstaltungsdirektor Oliver Schiek die Ehrung entgegen.

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Anne Haug blickt auf ihre Karriere zurück – Bildrechte: Petko Beier | petkobeier.de

Im Anschluss war dann „Standing-Ovation“ für zwei weitere Fränkinnen angesagt. Zunächst sprach Moderator Hartwig Thöne mit Anne Haug über ihr abruptes Karriereende im vergangenen Sommer und ihre zwei Jahrzehnte andauernde Triathlon-Karriere, mit zwei Olympia-Teilnahmen, drei Roth-Siegen mit der Weltbestzeit 2024, und dem IRONMAN Hawaii-Sieg 2019.

Lebenswerk-Preis an die Grande Dame der Challenge Roth

Haug durfte zudem den Life Time Award an Alice Walchshöfer überreichen. Nach dem Rother IRONMAN-Aus 2001 übernahm sie zusammen mit ihrem im Jahr 2007 verstorbenen Ehemann Herbert Walchshöfer das Rennen als Challenge Roth und war maßgeblich an der beispielslosen Entwicklung zur heutigen Langdistanz-Benchmark beteiligt.

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Alice Walchshöfer erhält den Lifetime Award – Bildrechte: Petko Beier | petkobeier.de

Alice Walchshöfer, die immer noch tatkräftig ihren Kindern Felix und Kathrin zur Seite steht, sah man die Überraschung bei der Preisverleihung deutlich an: „Ich bin völlig sprachlos. Wenn ich sehe, wer den Award schon bekommen hat: Jan Frodeno, Werner Brombach, Daniela Ryf. Es ist unfassbar, dass ich mich in die Riege all dieser großen Namen einreihen darf. Mit einer solchen Ehrung habe ich überhaupt nicht gerechnet.“

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