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T100 Dubai: Mika Noodt beim Rundendrama als Erster im Ziel, Morgan Pearson der Sieger

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Mika Noodt lief beim T100 Triathlon World Tour Rennen in Dubai (2 km Schwimmen, 80 km Radfahren, 18 km Laufen) zunächst als Erster ins Ziel. Anschließend herrschte im Ziel große Konfusion, ob der Wolfsburger und ein Großteil des Feldes auf der Laufstrecke eine Runde zu wenig gelaufen sind oder der US-Amerikaner Morgan Pearson eine zu viel. Zuvor waren bereits der Serienleader Hayden Wilde und zwei weitere Athleten auf dem Rad eine Runde zu viel gefahren. Anschließend reichten mehrere Athleten Protest gegen die Wertung ein. Die zwei Stunden später gestartete Frauenkonkurrenz verlief derweil ohne Probleme. Den Sieg schnappte sich die Schweizerin Julie Derron, die sich in 3:27:50 Stunden überlegen vor den beiden Britinnen Kate Waugh (3:31:03) und Jessica Learmonth (3:33:46) durchsetzte. Erst nach Ende des Frauenrennens gab es dann eine Entscheidung des Schiedsgerichts, in der Morgan Pearson zum Sieger erklärt wurde.
T100 Dubai, Mens Race, UAE on 15th November
Gute Miene zum bösen Spiel – das Podium des Chaos-Rennen von Dubai: Mika Noodt, Morgan Pearson und Gregory Barnaby – Bildrechte: T100 Triathlon World Tour

Update zur Ergebniskorrektur – Statement aus der Pressemeldung des Veranstalters: Aufgrund technischer Probleme mit der Rundenanzeigetafel und der Zeitmessung absolvierten einige Athleten sieben statt acht Laufrunden. Das offizielle Ergebnis des Männerrennens wurde daher nach der siebten Runde – dem letzten bekannten offiziellen Zeitmesspunkt – ermittelt, was dem Regelwerk von World Triathlon entspricht. Die Wettkampfjury wies außerdem einen Protest von Hayden Wilde, Mathis Margirier und Marten Van Riel auf der Radstrecke zurück, nachdem diese den zweiten Wechsel (T2) verpasst und eine zusätzliche Radrunde absolviert hatten.

So verlief das Chaosrennen von Dubai

Das Männerrennen nahm zunächst seinen gewohnten, eher unspektakulären Verlauf. Nach dem Schwimmen in der Jumeirah Bay sortierte sich auf dem aus acht Runden bestehenden Radkurs das Feld. Als es in Richtung der T2 ging, fuhren der Neuseeländer Hayden Wilde, Mathis Margirier aus Frankreich und der Belgier Marten Van Riel an der Spitze. Dahinter hatte sich eine Lücke von über zwei Minuten zu einem Verfolgerduo mit dem Briten Samuel Dickinson und Mika Noodt aufgetan.

Allerdings fuhr Wilde zum Ende der achten Runde nicht in die Wechselzone, sondern blieb auf dem Radkurs. Margirier und Van Riel folgten direkt dem Neuseeländer, während zwei Minuten später Dickinson und Noodt in die T2 abbogen und so urplötzlich das Rennen anführten.

Auf der Laufstrecke konnte der Brite seine Führung vor Noodt zunächst behaupten, bevor der Wolfsburger nach gut 7 km vorbeizog. Dahinter schob sich Morgan Pearson immer weiter nach vorne und konnte in der vorletzten Laufrunde zum Führenden Noodt aufschließen. Der US-Amerikaner blieb nun weiter am Drücker, schüttelte den Deutschen ab und lief als Leader dem Ziel entgegen.

Morgan Pearson läuft weiter, Mika Noodt biegt in Richtung Ziel ab – wer hat richtig gezählt?

Während Pearson noch eine weitere Laufrunde absolvierte, bog Mika Noodt in Richtung Ziel ab und durchriss sichtlich überrascht das stramm gespannte Zielband. Mit der gleichen Rundenanzahl folgten Vincent Luis und Samuel Dickinson auf den Rängen zwei und drei. Jonas Schomburg lief als Vierter, gefolgt von Hayden Wilde über die Ziellinie.

Morgan Pearson kam erst als Elfter mit 7:03 min Rückstand ins Ziel. Anschließend gab es große Diskussionen, wer den nun die richtige Rundenanzahl absolviert hat. Mehrere Athleten legten anschließend Protest gegen die Wertung ein.

Morgan Person T100 Dubai
Gestelltes Siegerbild: Morgan Pearson wird nach dem Juryentscheid zum Sieger erklärt – Bildrechte: T100 Triathlon World Tour

Marten van Riel: Streicht das „Professional“ aus dem Namen der PTO

Einer schon kurz nach dem Rennen Klartext zum Pannenrennen von Dubai von sich gab, war Marten Van Riel. Der Belgier, der genau vor einem Jahr in Dubai den Gesamtsieg in der ersten T100-Saison perfekt macht, holte tief gegen den Veranstalter aus: „Ich habe heute nicht nur zehntausende Dollar verloren, sondern fühle mich hauptsächlich von einer Organisation enttäuscht, die ich versucht habe zu unterstützen und für die ich einen großen Teil meiner Saison geopfert habe. Ich glaube das „Professional“ kann gestrichen werden und wir können es ab heute einfach nur „Triathlon-Organisation“ nennen.“

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Julie Derron eine Klasse für sich

Bei den Frauen zeichnete sich das spätere Podium bereits beim Radfahren ab. Julie Derron, Kate Waugh und Jessica Learmonth hatten über die 80 Radkilometer um die vier Minuten Vorsprung auf die Verfolgerinnen um Georgia Taylor-Brown und Sara Perez Sala herausgefahren.

Auf der Laufstrecke tat sich anschließend ein Klassenunterschied zwischen der Schweizerin, die nach einem im August erlittenen Radsturz erst Anfang November beim IRONMAN 70.3 in Malayisa wieder ins Renngeschehen zurückkehrte, und den beiden Britinnen auf. Die Olympiazweite von Paris 2024 zog schon auf den ersten Kilometern von den beiden Britinnen davon, wobei Learmonth wie zu erwarten auch ihrer Landsfrau Waugh nicht folgen konnte.

Julie Derron, die im Vorjahr an gleicher Stelle bereits Zweite hinter Taylor Knibb wurde, lief in 3:27:50 Stunden zum Sieg und schob sich damit in der T100-Gesamtwertung vor dem Finale in Katar auf Rang zwei nach vorne. Dahinter folgte mit einem mehr als deutlichen Abstand ein britisches Quartett mit Kate Waugh (3:31:03), Jessica Learmonth (3:33:46), Georgia Taylor-Brown (3:35:55) und Holly Lawrence (3:37:42).

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