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T100 Finale: Hayden Wilde und Kate Waugh holen die WM-Titel, Mika Noodt Gesamtzweiter

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Der Neuseeländer Hayden Wilde und die Britin Kate Waugh haben sich in Doha/Katar den WM-Titel in der T100 Triathlon World Tour 2025 gesichert. Waugh gewann das Finalrennen über 2 km Schwimmen, 80 km Radfahren und 18 km Laufen in 3:31:30 Stunden vor ihrer Landsfrau Georgia Taylor-Brown (3:31:50) und der Schweizerin Julie Derron (3:32:31). Wilde feierte in 3:06:08 Stunden den sechsten Saisonsieg und krönte sich mit der maximalen Punktzahl von 195 Punkten zum T100-Weltmeister. Der US-Amerikaner Morgan Pearson (3:07:23) sicherte sich Rang zwei in der Tageswertung, gefolgt vom Belgier Marten Van Riel (3:08:14). Der Wolfsburger Mika Noodt kam knapp dahinter auf dem vierten Platz ins Ziel und konnte sich in der Gesamtwertung noch am Belgier Jelle Geens vorbei auf Rang zwei nach vorne schieben.
T100 Katar
Kate Waugh und Hayden Wilde sichern sich in Katar den T100 WM-Titel 2025 – Bildrechte: T100 Triathlon World Tour

Das Frauenrennen: Waugh rettet sich zum Tagesssieg und macht den T100 WM-Titel perfekt

Kate Waugh lag vom Start weg auf Titelkurs. Beim Schwimmen war sie in der massiven Spitzengruppe vertreten. Acht Athletinnen erreichten innerhalb von nur 12 Sekunden die T1, wobei Lucy Charles-Barclay in 24:25 min den Etappenerfolg verbuchen durfte. Julie Derron hatte an Position 13 eine gute Minute Rückstand.

Auf dem Radkurs bildete sich schnell ein britisches Spitzentrio mit Waugh, Charles-Barclay und Jessica Learmonth, das über die sechs unspektakulären Runden durch Dohas Retortenvorort Lusail ein hohes Tempo anschlug und bis in die T2 zusammenblieb. Im Titelkampf kam Derron noch etwas weiter in Rückstand, die auf dem Rad zwischenzeitlich eine weitere Minute einbüßte. Gegen Ende des Radfahrens konnte die Olympiazweite von Paris 2024 noch etwas Zeit gutmachen und als Sechste mit 1:43 min Rückstand in die Laufschuhe wechseln.

An der Spitze eröffnete Waugh mit ein paar Sekunden Vorsprung das Lauffinale. Schnell war zu erkennen, dass Charles-Barclay heute nicht die besten Laufbeine hat. Die frisch gekürte IRONMAN 70.3 Weltmeisterin musste Waugh ziehen lassen und die Hoffnungen auf dem T100 WM-Titel begraben. Nach gut 8 km wurde sie von Derron und Taylor-Brown überlaufen. Als Duo witterten die beiden nun die Chance auf den WM-Titel bzw. den Tagessieg. In der vorletzten der der sechs Laufrunden hängte Taylor-Brown ihre Mitstreiterin ab und kam noch bis auf 20 Sekunden an Waugh heran, die ihrerseits alles aufbieten musste, um den Tagessieg und den T100 WM-Sieg (183 Punkte) nach Hause zu bringen.

Derron folgte auf Rang drei und festigte damit ihren zweiten Platz in der Gesamtwertung (163 Punkte). Lucy Charles-Barclay, die sich in der Tageswertung auf Rang fünf hinter der Australierin Ellie Salthouse einreihte, blieb mit 152 Punkten auf Rang drei des T100-Gesamtklassements.

Caroline Pohle beendete ihre T100-Saison mit einem versöhnlichen zehnten Platz. In der T100-Saisonwertung platzierte sich die Leipzigerin auf Rang 18, wobei sie nur drei von fünf möglichen Ergebnissen in die Wertung einbrachte.

Das Männerrennen: Hayden Wilde souverän zum WM-Titel – Mika Noodt fightet sich zu Rang zwei im Gesamtklassement

Während die Frauen auf der Laufstrecke um den Titel kämpften, fiel bei 26 Grad Wasser- und mittlerweile 30 Grad Lufttemperatur der Startschuss für das Männerfeld. Der Franzose Vincent Luis ließ es sich nicht nehmen das Feld nach 24:18 min als Leader in die T1 zu führen. Sieben Athleten hingen an den Fersen des zweimaligen ITU-Weltmeisters, darunter der Belgier Jelle Geens und die beiden Deutschen Wilhelm Hirsch und Jonas Schomburg.

Rico Bogen, Mika Noodt und Hayden Wilde folgten mit einer guten halben Minute Rückstand auf die Radstrecke. Dort sortierte sich trotz des flachen Streckenverlaufs schon auf den ersten Kilometern das Feld. Wilde fuhr schnell an die Spitze, wobei dem Neuseeländer neun Athleten innerhalb von 30 Sekunden folgten konnten.

Aus der Zehnergruppe selektierte sich über die weitere Distanz ein Spitzenquinett. Neben Wilde, Noodt und Bogen waren vorne auch noch der Belgier Marten Van Riel und der Franzose Mathis Margirier vertreten. Eine Schrecksekunde hatte Bogen zu überstehen, der eine Kurve mit zu viel Risiko nahm und sich auf den Asphalt legte. Der Leipziger rappelte sich sofort auf und konnte den Anschluss schnell wieder herstellen.

Nur 20 Sekunden trennte das Quintett nach dem Wechsel in die Laufschuhe, wobei Wilde an der Spitze aus der T2 stürmte. Jelle Geens hatte als Sechster bereits gut zwei Minuten Rückstand.

Wilde war nun nicht mehr zu stoppen. Schnell lief der 28-Jährige sich ein beruhigendes Zeitpolster heraus und der WM-Titel war so gut wie unter Dach und Fach. Überraschenderweise konnte sich Bogen zunächst auf Rang zwei behaupten, bevor nach knapp der Hälfte der Laufdistanz zunächst ein Trio mit Noodt, Margirier und Van Riel zu ihm aufschloss. Wenig später flog von hinter der US-Amerikaner Morgan Pearson heran und ebenso schnell vorbei. Der erste Platz an Wilde und Rang zwei an Pearson waren vergeben.

Dahinter kam es zum finalen Laufduell zwischen Van Riel und Noodt, mit dem besseren Ende für den Belgier. Noodt reichte der vierte Tagesrang (37 Punkte) trotzdem für den Sprung auf Rang zwei in der Gesamtwertung, da sein direkter Konkurrent Jelle Geens für seinen siebten Platz nur 27 Punkte bekam. Am Ende trennte den Wolfsburger (150) und den Belgier (149) nur ein Punkt.

Rico Bogen beendete das Finalrennen auf dem sechsten Platz. In der Gesamtwertung wurde der Leipziger noch von Morgan Pearson überholt und fiel auf Position fünf zurück.

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