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T100 Spain:  Hayden Wilde mit viertem Saisonsieg, Jonas Schomburg auf dem Podium

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Jonas Schomburg lief nur sechs Tage nach der Ironman WM in Nizza beim T100 Triathlon World Tour-Rennen im spanischen Oropesa del Mar auf den dritten Platz. Der Hannoveraner (Endzeit: 3:12:03 Stunden) musste nach 2 km Schwimmen, 80 km Radfahren und 18 km nur dem Neuseeländer Hayden Wilde (3:09:01) und Jelle Geens (3:11:26) aus Belgien den Vortritt lassen. Bei den Frauen gab es einen britischen Dreifacherfolg. Lucy Charles-Barclay siegte vor Kate Waugh und Jessica Learmonth.
Jonas Schomburg T100 Spain
Jonas Schomburg gibt alles für Rang drei beim T100 Spain in Oropesa del Mar – Bildrechte: James Mitchell

Super eng verlief der Schwimmauftakt am Strand von Oropesa del Mar. 15 Athleten stürmten innerhalb von nur 22 Sekunden in die T1. An der Spitze lag ein Trio mit Jonas Schomburg, Vincent Luis (FRA) und Samuel Dickinson (GBR/alle 24:43 min). Mit Rico Bogen, Fabian Kraft, und Jannik Schaufler waren noch drei weitere deutsche Athleten ganz vorne vertreten.

Rico Bogen mit Zeitstrafe

Auf dem anfangs winkligen und mit mehreren Kreisverkehren unterbrochenen Radkurs gab des dann ein Blitzlichtgewitter der Raceranger, der bei vielen Athleten rot aufleuchtete. In der massiven Spitzengruppe wurden deutlich sichtbar die Abstände nicht richtig eingehalten. Anschließend waren dann die Kampfrichter im Einsatz. Rico Bogen und den Neuseeländer erwischte es mit einer Zeitstrafe.

Der Leipziger kam anschließend mit viel Raddruck wieder in die Spitzengruppe zurück, die sich über die 80 Radkilometer bis auf sieben Athleten dezimierte. Zwischenzeitlich fiel auch Jelle Geens zurück. Der Belgier rutschte in einem Kreisverkehr weg und schlug hart auf dem Asphalt auf, konnte aber trotzdem schnell wieder aufschließen. Es war dann Bogen, der in 1:46:10 min die beste Radzeit vorlegte und die Spitzengruppe als Leader in die T2 führte. Innerhalb von 20 Sekunden folgten Wilde, Geens, Dickinson, Guillem Montiel Moreno (ESP), Mathis Margirier (FRA) und Schomburg.

Hayden Wilde im Laufen klar der Beste

Nach der ersten der sechs Laufrunden zeichnete sich ein Duell um den Sieg ab. Wilde hatte die kleine Lücke zu Geens geschlossen und die restliche Konkurrenz bereits deutlich distanziert. Während Bogen früh aus dem Fight um Rang drei heraus war und bis auf Rang zehn durchgereicht wurde, zeigte Schomburg ein bravouröses Rennen. Nur sechs Tage nach seinem sechsten Platz bei der Ironman WM in Nizza lieferte sich der 31-Jährige ein packendes Duell mit dem Franzosen Mathis Margirier um Rang drei.

Vorne hielt Geens bis knapp zur Hälfte der Laufdistanz mit Wilde mit, dann ging die Lücke auf. Der Neuseeländer zog unwiderstehlich davon und lief bis ins Ziel noch eineinhalb Minuten Vorsprung heraus. Für Hayden Wilde war es der vierte T100-Saisonsieg und der dritte in Folge nach der unfallbedingten Zwangspause, die er nach dem in Japan erlittenen schweren Radcrash durchstehen musste.

Hinter Geens war es Schomburg, der mit großem Kampfgeist Margirier in Schach halten konnte und bei seinem ersten T100-Start gleich aufs Podium lief.

Jonas Schomburg: Ironman-Regenerationswoche mit nur 15 min Sport

„Ich bin echt unglaublich müde, nur sechs Tage nach der Ironman-WM. Ich bin unglaublich glücklich mit dem Resultat. Ich hatte überhaupt keine Erwartungen an dieses Rennen hier. Ich habe die ganze Woche nichts gemacht, außer die Füße hochzulegen. Ich bin 5 min schwimmen gewesen und 10 min laufen, ansonsten habe ich versucht so viel wie möglich zu schlafen, auszuruhen und zu essen. Hier dann ein Podium zu machen ist natürlich ein Traum. Beim Schwimmen hatte ich eine gute Position und anschließend versucht möglichst defensiv unterwegs zu sein, um Energie zu sparen. Mathis Margirier habe ich an jedem Wendepunkt gesehen, er kam immer näher heran. Sechs Kilometer vor dem Ziel war ich ziemlich am Ende, aber ich habe es geschafft irgendwie die Lücke zu halten. Auf den letzten paar Hundert Metern konnte ich mich auf meinen Sprint verlassen“, sagte Jonas Schomburg im Zielinterview.

Die Platzierungen der weiteren Deutschen: 10. Rico Bogen, 13. Fabian Kraft, 15. Jannik Schaufler und 16. Frederic Funk. Nicolas Mann gab das Rennen beim Radfahren auf.

Britinnen dominieren im Norweger-Style

In der Frauenkonkurrenz waren die Britinnen wie erwartet die bestimmenden Athletinnen. Nur die Spanierin Sara Perez Sala konnte in ihrer Paradedisziplin mit dem britischen Trio Lucy Charles Barclay, Jessica Learmonth und Kate Waugh mithalten. Eine gute Minute Vorsprung nahm das Führungsquartett vor den Verfolgerinnen mit auf die Radstrecke, die von den beiden Deutschen Caroline Pohle und Bianca Bogen angeführt wurde.

Auf dem Rad waren die drei Britinnen bald allein an der Spitze unterwegs. Nachdem Learmonth zur Hälfte der Raddistanz eine Drafting-Penalty erhielt, waren nur noch Charles-Barclay und Waugh als Duo an der Spitze. Seite an Seite stellten sie in der T2 ihre Zeitfahrmaschinen ab und gingen gemeinsam auf die Laufstrecke.

Dahinter wechselte Learmonth (+1:00) allein an Position drei in die Laufschuhe. Aussichtsreich auf die Topränge lag auch noch Caro Pohle, die als Siebte (+3:16) zum zweiten Wechsel kam.

Caro Pohle starke Fünfte

Bis nach der 10 km-Marke konnte Waugh das Rennen offenhalten, bevor Charles-Barclay davonzog. Die Ironman-Weltmeisterin von 2023 lief von da an einem überlegenen Sieg (3:29:29) entgegen. Waugh (3:31:29) sicherte sich Rang zwei vor Learmonth (3:33:27). Caro Pohle zeigte auch im Laufen eine starke Performance. Die Leipzigerin lief die fünftbeste Laufzeit und musste nur die Australierin Ashleigh Gentle vorbeiziehen lassen, die nach einem schwachen Radsplit noch bis auf Rang vier nach vorne rannte.

Bianca Bogen beendete ihren ersten T100-Auftritt auf Rang 15.

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