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T100 Triathlon World Tour: Wilde und Gentle gewinnen an der French Riviera, Bogen Fünfter

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Der Neuseeländer Hayden Wilde und die Australierin Ashleigh Gentle haben das T100 Triathlon World Tour Rennen über 2 km Schwimmen, 80 km Radfahren und 18 km Laufen an der französischen Riviera gewonnen. Wilde, der zusammen mit dem am Ende fünftplatzierten Rico Bogen bereits das Radfahren dominierte, holte sich seinen dritten T100-Saisonsieg vor dem Belgier Jelle Geens und dem Briten Samuel Dickinson. Gentle siegte vor der Kanadierin Paula Findlay und der Britin India Lee. Caroline Pohle sicherte sich bei ihrem ersten T100-Start einen starken siebten Platz.
T100 French Rivera 2025 Finishline
Hayden Wilde gewinnt das T100-Rennen an der French Riviera – Bildrechte: PetkoBeier.de

Der US-Amerikaner Morgan Pearson (24:47 min) und der Brite Samuel Dickinson kamen als Duo an der Spitze aus dem Wasser. Die Abstände dahinter waren allerdings gering. Bis der Italiener Gregory Barnaby an Position 15 in die T1 stürmte, vergingen nur gut 20 Sekunden. Mit dabei in der massiven Spitzengruppe war neben Topfavorit Hayden Wilde auch der laufstarke Belgier Jelle Geens und mit Willy Hirsch, Rico Bogen, Justus Nieschlag und Nicolas Mann alle vier deutschen Starter.

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Auf dem Radkurs formierte sich schnell eine sechsköpfige Spitzengruppe, angeführt vom Franzosen Mathis Margirier, der entlang der Küste Wilde, Bogen, Geens, Dickinson und Kyle Smith (NZL) im Schlepptau hatte. Dem Tempodiktat von Margirier fielen allerdings die restlichen deutschen Pros zum Opfer.

Hayden Wilde und Rico Bogen setzen sich ab

Als es von der Küste wegging und der bergige Abschnitt anstand, waren es Bogen und Wilde, die sich Schritt für Schritt vom Rest der Spitzengruppe absetzten. Mehrmals wechselte die Führung zwischen den beiden hin und her, wobei Wilde in der kurvenreichen Abfahrt versuchte den Leipziger unter Druck zu setzen. Bogen ließ sich aber nicht abschütteln. So fuhr das Spitzenduo gemeinsam in den finalen flachen Gegenwindabschnitt. An dieser Konstellation änderte sich bis in die T2 nichts mehr. Wilde und Bogen stellten parallel ihre Zeitfahrmaschinen ab. Der Deutsche wechselte etwas schneller und eröffnete das 18 km lange Lauffinale.

Von den Verfolgern startete Margirier (+0:34 min) als Dritter in den Laufabschnitt, gefolgt von Geens (+0:36) und Dickinson (0:37).

Wilde fackelte nicht lange und zog an Bogen schon auf dem ersten Kilometer vorbei. Kurz danach musste der deutsche Hoffnungsträger auch Geens ziehen lassen und wurde auch noch von Dickinson eingeholt. Die Pace des Briten konnte er allerdings zumindest kurzzeitig aufnehmen. Als es nach den ersten acht Kilometern entlang der Küste auf den abschließenden dreimal zu durchlaufenden Rundkurs ging, verlor Bogen den Anschluss an Dickinson und wurde wenig später auch von Margirier überrannt.

Hayden Wilde kontrolliert zum Sieg – Rico Bogen sichert Rang fünf ab

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Hayden Wilde – Bildrechte: PetkoBeier.de

An der Spitze konnte Wilde seinen Verfolger Geens auf Distanz halten. Der Vorsprung des 27-Jährigen Neuseeländers pendelte sich bei einer knappen Minute ein. Auf dem Rundkurs blickte er immer wieder zurück, um seinen Vorsprung zu kontrollieren und eventuell schon etwas Kraft für seinen für den Sonntag geplanten Start beim WTCS-Rennen aufzusparen. Hayden Wilde ließ es kontrolliert austrudeln und lief in 3:12:23 Stunden zu seinem dritten T100-Sieg in der Saison 2025. Von seinem schweren Radunfall, den er Ende April in Japan erlitt und kurzeitig sogar ein Karriereende als Konsequenz drohte, war ihm wie schon beim Sieg in London nichts anzumerken. Jelle Geens  (3:12:45) folgte mit 22 Sekunden Abstand auf Rang zwei. Rang drei ging an Samuel Dickinson (3:14:07). Hinter Mathis Margirier lief Rico Bogen auf Rang fünf.

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Rico Bogen – Bildrechte: PetkoBeier.de

Erneut zeigte sich auch Willy Hirsch in einer starken Verfassung. Der Hallenser lief die 18 km in 58:27 min und damit nur 15 Sekunden langsamer als der Sieger Hayden Wilde. Hirsch konnte sie so von Rang zehn nach dem Radfahren noch bis auf Rang acht nach vorne arbeiten.

Die Britinnen dominieren die erste Rennstunde

Die Britin Jessica Learmonth zeigte beim Schwimmauftakt eine Solovorstellung und kam nach 28:08 min mit fast einer halben Minute Vorsprung vor Georgia Taylor-Brown aus dem gut 25 Grad warmen Mittelmeer. Mit gut einer Minute Rückstand folgten die Schweizerin Alanis Siffert und Caroline Pohle.

Auf den ersten Radkilometern schloss Taylor-Brown die Lücke zu ihre führenden Landsfrau. Die Verfolgerinnen, die nach den ersten 15 km eine gute Minute zurücklagen, führte mit Lucy Byram und India Lee ebenfalls ein britisches Duo an. Mit geringen Abständen folgten direkt dahinter Pohle, Siffert, Gentle, Ellie Salthouse (AUS) und Marta Sanchez (ESP).

Alanis Siffert fährt allen davon

Es war dann Siffert, die auf den letzten Drücker für die ausgefallene Kate Waugh eine Wildcard bekam, die ihre Kletterfähigkeiten eindrucksvoll unter Beweis stellte. Die Challenge Roth-Dritte, die Ende Juli den Alp d´Huez Triathlon gewann und erst vor 14 Tagen beim EmbrunMan in den französischen Alpen einen neuen Kursrekord aufstellte, fuhr die Lücke zu den führenden Britinnen zu. Zuerst folg sie an Learmonth vorbei, dann zog sie kurz vor dem höchsten Punkt der Radstrecke auch an Taylor-Brown vorbei. Die 23-jährige Westschweizerin fuhr bis ins Radziel fast zwei Minuten Vorsprung auf die beiden Britinnen heraus, den sie mit einem Blitzwechsel auf über zwei Minuten ausbaute.

Während Learmonth wie zu erwarten schnell zurückfiel und später sogar aufgab, verkürzte Taylor-Brown ihren Rückstand auf Siffert schon auf den ersten Kilometern deutlich. An der 3 km-Marke trennten die beiden nur noch eine Minute und auch dahinter rückte das Feld enger zusammen. Hannah Berry, Paula Findlay, Ashleigh Gentle, Lucy Byram und India Lee lagen nur noch um die zwei Minuten zurück.

Führungswechselspiel auf der Laufstrecke: Ashleigh Gentle zurück zu alter Stärke

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Ashleigh Gentle – Bildrechte: PetkoBeier.de

Gut fünf Kilometer hielt Sifferts Führung, bevor Taylor-Brown mit deutlicher Tempoüberhöhung vorbeizog. Als die Frauen auf den Rundkurs einbogen, musste die Britin den Platz an der Spitze schon wieder räumen. Ashleigh Gentle zog mit flinken Schritten vorbei. Die 34-Jährige Australierin knüpfte an ihre starken Auftritte in der Saison 2024 an und lief nun ungefährdet in 3:41:42 Stunden zu ihrem dritten T100-Erfolg. Dahinter entwickelte sich ein packender Fight um die Ränge zwei und drei. Während Taylor-Brown noch bis auf Rang neun zurückfiel, hatte Paula Findlay (3:42:33) die besten Beine der Verfolgerinnen. Die Kanadierin sicherte sich Platz zwei, gefolgt von der Britin India Lee (3:43:21).

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Caroline Pohle – Bildrechte: PetkoBeier.de

Caroline Pohle zeigte bei ihrem ersten T100-Start eine starke Vorstellung und lief mit den letzten Kraftreserven auf Rang sieben ein. Alanis Siffert musste ihren Rad-Parforceritte beim Laufen bitter bezahlen und kam bei ihrer T100-Premiere als Zehnte ins Ziel.

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