
U23: Franca Rust auch in der Elite auf dem Podium
„Das ist unbeschreiblich und crazy, ich kann es noch gar nicht realisieren“, sagte Franca Rust und fügte an: „Es ist heute alles zusammengekommen, was ich mir erhofft und erträumt habe und wofür ich viele Jahre hart gearbeitet habe.“
Rust kam um Rang 20 aus dem Wasser und fand sich auf dem Rad in einer kleinen Verfolgergruppe wieder, unter anderem mit Tanja Neubert, die Sechste wurde. Die Gruppe schaffte kurz vor dem zweiten Wechsel den Anschluss an die Spitze. Beim Laufen konnte die 22-Jährige (57:44) am Ende nur der Elite-Europameisterin Jolien Vermeylen (57:32) aus Belgien und der Italienerin Bianca Seregni (57:42) nicht folgen. Neubert (58:22) erreichte das Ziel 40 Sekunden später.
Finja Schierl beendete das Rennen nicht, Julia Bröcker musste kurzfristig erkrankt passen. Im Männerrängen belegte Jaspar Ortfeld Rang 13 und Platz sieben in der U23 (52:54). Eric Diener (53:32) wurde 24. in der Elite. Till Kramp erreichte Rang 26. (Elite) und 16. (in der U23; 53:39).
Junioren und Juniorinnen: Brandt im Laufen überlegen, Rühl und Bülck auf Rang fünf
Für Brandt war es bei seinen dritten internationalen Meisterschaften sein mit Abstand größter Erfolg. Nach den Rängen 25 (JWM) und 17 (JEM) setzte er sich diesmal souverän durch. Der Sachse gehörte, wie auch Luis Rühl, der Rang fünf belegte, nach dem Schwimmen zu einer 28-köpfigen Spitzengruppe, in der auf dem Rad vor allem die Briten für Tempo sorgten.
Brandt, der in der Vor-Rennwoche krank war, setzte sich zu Beginn der Laufstrecke ab und lief recht schnell einen komfortablen Vorsprung heraus. Der 19-Jährige siegte über einer halben Minute Vorsprung vor dem Franzosen Achille Besson (55:23) und dem Briten Brandon Pye (55:28). „Ich bin natürlich mega stolz auf das, was ich erreicht habe“, sagte Brandt: „Ich bin sehr schnell angelaufen, dachte zwischendurch, dass ich dem hohen Tempo Tribut zollen muss und bin froh, dass ich es erfolgreich zu Ende bringen konnte.“
Rühl, der erst Mitte der Woche auf die Startliste gerückt war, erreichte das Ziel nach 55:38 Minuten und hatte damit gerade einmal zehn Sekunden Rückstand auf das Podium. Jayden Scott Koslick wurde 20. (56:49) und sicherte sich damit wie Brandt und Rühl einen Startplatz bei der JWM, die im Oktober im australischen Wollongong stattfindet. Moritz Hägel finishte auf Rang 34 (57:53).
Beim Sieg der Französin Ambre Hrasset (59:37) erreichte Bülck (1:00:45) mit rund einer Minute Rückstand auf die Medaillenränge das Ziel. Für die Zehnte der JWM 2024 war es die mit Abstand beste Platzierung bei einer internationalen Meisterschaft. Dies gilt auch für Kjara Reckmann, die Zehnte wurde (1_01:25). Jara Bank erreichte Platz 18 (1:02:50). Das deutsche Trio sicherte sich damit ebenfalls einen JWM-Startplatz, sodass das deutsche Team mit der Höchstanzahl von sechs Aktiven zu den Titelkämpfen reist. Die vierte deutsche Juniorin, Julia Bodenschatz, erreichte das Ziel nicht.
EM-Silber für Junioren in der Mixed Relay
Am Abschlusstag gab es für den DTU-Nachwuchs noch eine weitere Medaille. In der Mixed-Relay gewannen Carlotta Bülck, Luis Rühl, Kjara Reckmann und Kjell Brandt die Silbermedaille und mussten sich in 1:36:32 Stunden nur den favorisierten Franzosen (1:26:08) geschlagen geben. Rang drei ging mit deutlichem Abstand an die Mannschaft aus Großbritannien (1:37:55).











