Ironman 70.3 Kraichgau: Kienle und Böcherer im Fokus

von tri2b.com |
Die Veranstalter des Ironman 70.3 Kraichgau sprechen von einem Triathlon-Wochenende der Superlative. Rund 4.000 Athleten aus über 40 Nationen werden am 6. und 7. Juni in den Kraichgau pilgern, um über einen der insgesamt vier Wettbewerbe im Rahmen des Sparkasse Ironman 70.3 Kraichgau anzutreten. Als Topfavoriten gehen dabei die Vorjahressieger Sebastian Kienle und Julia Gajer ins Rennen über die 1,9 km Schwimmen, 90 km Radfahren und 21,1 km Laufen.

Ob die beiden nach den Challenge Kraichgau-Titeln nun auch gleich einen Sieg beim Ironman 70.3 Kraichgau in ihren Palmares aufnehmen können, ist fraglich, bei der hochkarätigen Konkurrenz, die am Sonntag ab 9:00 Uhr am Hardtsee die Titelverteidiger jagen wird. Kienle dürfte dabei vor allem vor Andi Böcherer gewarnt sein, der zuletzt mit den Siegen bei den Ironman 70.3-Kokurrenzen in der Provence und in St. Pölten (mehr dazu in der Biestmilch-Kolumne: 70.3 IRONMAN Austria: Der Sonntag gehörte Andi Böcherer ...) ein sensationelles Comeback hinlegte. Der Freiburger hat sich daraufhin kurzfristig zum Start im Kraichgau entschieden. Brisanz birgt dieses Duell auch in sich, da beide vom Coach Lubos Bilek trainiert werden. Während Böcherers Rückkehr nach der einjährigen verletzungsbedingten Auszeit perfekt lief, konnte Kienle zuletzt nicht ganz sein Wunschprogramm durchziehen. Anfang Mai musste der Ironman Hawaii-Sieger aufgrund einer Erkältung seinen Start beim Ironman St. George (mehr dazu in der Biestmilch-Kolumne: 70.3 IRONMAN St. George, Utah - ein Rennen schön, schroff und sanft zugleich...) kurzfristig zurückziehen. Ein guter Formcheck gelang Kienle dann allerdings beim Triathlon in Forst, wo er vor Timo Bracht gewann. Weitere bekannte deutsche Namen im Profifeld sind Markus Thomschke, Michael Rünz und Johannes Moldan. Ebenso hat sich Parick Lange noch zu einem Start im Kraichgau entschieden.

 

Hochspannung im Frauenfeld

Im Feld der Frauen trifft Julia Gajer wie im Vorjahr auf ihre Erdinger Alkoholfrei-Teamkollegin Laura Philipp und auf Yvonne van Vlerken. Von der Papierform dürften anhand der aktuellen Ergebnisse aber vor allem Camilla Pedersen und Anja Beranek bei Gajer für Anspannung sorgen. Beranek siegte gerade erst in St. Pölten und die Dänin Pedersen gewann die Ironman 70.3-Konkurrenz in Barcelona. Damit ist die Liste der Anwärterinnen auf die Topränge aber noch nicht zu Ende. Eva Wutti (AUT), Erika Csomor (HUN) Natascha Schmitt, Anna Kusch und auch Franziska Scheffler gehören u.a. dazu.

 

Am Samstag ist der Nachwuchs und die Bundesliga dran


Bereits am Samstag, den 6. Juni gibt es zwei Highlights: im Rahmen der Ironkids treten Kinder im Alter von 8 bis 13 Jahren über einen Mini-Triathlon am Hardtsee an. Zuvor bietet sich die Möglichkeit, im Rahmen der gemeinsam von der Deutschen Triathlon Union DTU und Ironman initiierten Anti-Doping-Kampagne „Vereint gegen Doping“ einen kostenlosen Workshop zur Aufklärung über die Gefahren des Dopings zu besuchen. Ab 19:15 Uhr treten Deutschlands Spitzenvereine zum zweiten Durchgang der ersten Triathlon Bundesliga am Hardtsee an. An den Start gehen werden dabei auch internationale Topstars und mehrfache Medaillengewinner verschiedener Rennen der ITU World Championship Series wie Richard Murray (ZAF), Sven Riederer (SUI), Charlotte McShane (AUS), Andrea Hewitt (NZL) und der Botschafter der Anti-Doping Kampagne Maximilian Schwetz. Für die jungen deutschen Starter geht es zudem um die Qualifikation zur EM, die im Juli in Genf stattfindet.

35.000 Zuschauer an den Strecken, Livestream im Internet

Insgesamt werden 35.000 Zuschauer an den Strecken erwartet und 2.500 freiwillige Helfer sorgen für einen reibungslosen Ablauf des großen Triathlonwochenendes. Für alle, die nicht selbst an der Strecke sind, bietet der Veranstalter einen umfassende Liveübertragung im Internet an.