Ironman-Wochenende: Deutscher Dreifachsieg in Gdynia, Moldan feierte ersten 70.3-Triumph

von tri2b.com | 06.08.2017 um 21:21
Zwei Ironman 70.3-Rennen fanden am Wochenende auf europäischem statt. Bei beiden kamen die Sieger aus Deutschland. Im polnischen Gdynia feierten Boris Stein, Christopher Hettich und Markus Liebelt gar einen Dreifacherfolgt. In Otepäee in Estland durfte sich Johannes Moldan über den Sieg freuen. Zudem stand der Ironman Maastricht Limburg auf dem Programm. Die Siege sicherten sich dort der Österreicher Michael Weiss und die Spanierin Saleta Castro.

 

Ironman 70.3 Gdynia

 

Beim deutschen Dreifacherfolg in der Danziger Bucht schob sich zunächst ein Schweizer ins Rampenlicht. Manuel Küng setzte sich bald nach dem Schwimmen auf dem Rad an die Spitze, zunächst verfolgt vom Deutschen David Breuer.  Bald drängte sich Boris Stein auf der neuen  - "gut zu fahrenden Radstrecke", wie uns sein Trainer Peter Sauerland mitteilte - in die erste Verfolgerposition. Küng wechselte noch mit einer knappen Minuten Vorsprung in den Halbmarathon. Die weiteren Verfolger, angeführt vom Nordhäuser Markus Liebelt, lag um die fünf Minuten zurück. In den Laufschuhen hatte Stein das Blatt dann schnell zu seinen Gunsten gewendet und nach zwölf Kilometern mehr als drei Minuten Vorsprung vor den Verfolgern. Zu ihnen war mittlerweile auch Christopher Hettich gestoßen. Der Backnanger schob sich mit einen superschnellen 1:10:45 Stunden-Halbmarathon in die Podiumsränge. Bis auf 42 Sekunden kam Hettich (3:52:47) noch an Sieger Stein (3:52:04) heran. Markus Liebelt (3:53:58) folgte mit einer Minute Abstand auf Rang drei. Radleader Küng folgte als Vierter.

Im Frauenrennen drückt Lisa Hütthaler schon früh dem Rennen den Stempel auf.  Über sechs Minuten konnte die Österreicherin auf dem neuen Radkurs auf ihre Verfolgerinnen um die beiden Polinnen Maria Czesnik und Ewa Bugdol herausfahren. An Hütthalers Sieg in 4:17:03 Stunden konnten die Konkurrentinnen nicht mehr rütteln. Allerdings vermieste die Britin Corinne Abraham mit einem starken Lauf auf Rang zwei eine polnische Podiumsparty. Czenik wurde Dritte, Bugdol musste sich beim Heim-Ironman 70.3 mit Rang vier begnügen. Platz fünf ging an Jenny Schulz.

 

Ironman 70.3 Otepää

 

In Otepää durfte der Wertheimer Johannes Moldan (Siegerzeit: 3:58:27 Stunden) seinen ersten Ironman 70.3-Sieg der Karriere bejubeln. Moldan legte im estnischen Wintersportort mit einer Paradevorstellung auf dem Rad den Grundstein zum Sieg. Weder der ukrainische Vorjahressieger Victor Zeyemtsev noch Markus Thomschke konnten folgen. Im Laufen zehrte Moldan dann von seinem Vorsprung. Zyemtsev (4:00:41) kam mit einem starken Halbmarathon nur noch bis auf gut zwei Minuten heran. Markus Thomschke (4:04:04) sicherte sich mit einem soliden Rennen Platz drei.

Eine klare Angelegenheit war das Frauenrennen für die Dänin Helle Frederiksen. Mit schnellster Schwimm- und Radzeit stellte sie früh die Weichen in Richtung Sieg. Am Ende hatte Frederiksen (4:24:01)  über 13 Minuten Vorsprung auf ihre Landsfrau Maja Stage Nielsen (4:37:17). Annah Watkinson (4:38:16) aus Südafrika wurde Dritte.

 

Ironman Maastricht Limburg

 

Michael Weiss machte seinen vierten Ironman-Sieg der Karriere auf der Laufstrecke perfekt. Zuvor hatte auf dem Rad der Belgier Michael Van Cleven das Geschehen an der Spitze bestimmt. Mit fünf Minuten Vorsprung vor einer dreiköpfigen Verfolgergruppe mit Weiss, dem Briten Harry Wiltshire und Bas Diederen aus den Niederlanden wechselte Van Cleven in den Marathon. Während Diederen schon auf den ersten zehn Kilometern zurückfiel, machten das Duo Weiss/Wiltshire zunächst gemeinsam Jagd auf Van Cleven. Nach der Halbmarathonmarke musste zuerst Wiltshire sein Tempo drosseln und Weiss ziehen lassen, als es auf die 30-Kilometermarke zuging war Weiss an Van Cleven dran, der seinerseits jetzt nichts mehr entgegen setzten konnte. Weiss lief in 8:18:09 Stunden mit gut fünf Minuten Vorsprung vor Van Cleven (8:23:27) zum Sieg. Bas Diederen (8:25:50) folgte als Dritter. Bester Deutscher war auf Gesamtrang acht Ricardo Schlemonat (9:04:18).

Mehr als übersichtlich war mit am Ende fünf Klassierten das Profifeld der Frauen. Bereits auf den ersten Radkilometern setzte sich die Vorjahreszweite Saleta Castro an die Spitze des Feldes, nachdem die Britin Kate Comber mit einem knappen Vorsprung als Führende aus der Maas kam. Hinter Castro wechselte die Position der ersten Verfolgerin mehrmals. Als es in die Laufschuhe ging, war die Kanadierin Brooke Brown (+ 1:57 min) die erste Verfolgerin der Spanierin. Den zunächst knappen Vorsprung baute Saleta Castro nun konstant aus. Am Ende stand in  9:37:17 Stunden der erste Ironman-Sieg der Karriere fest. Dahinter folgten Brown (9:48:13) und Comber (9:55:47). Auf Rang sechs platzierte sich mit Judith Wirth (10:15:17) die beste deutsche Starterin. 

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