Rekordtag in Arizona: Lionel Sanders stellt Ironman-Bestzeit auf

von Harald Eggebrecht für tri2b.com | 21.11.2016 um 10:04
Der Kanadier Lionel Sanders hat beim Ironman Arizona seinen Titel verteidigt und dabei in 7:44:29 Stunden eine neue Bestzeit für eine Triathlon-Langdistanz unter dem Ironman-Label aufgestellt. Der zweitplatzierte Brent McMahon, ebenfalls aus Kanada, blieb als Zweiter (7:50:15) auch noch klar unter der Acht-Stunden-Marke. Rang drei ging an den US-Amerikaner Tj Tollakson (8:02:30). Bei den Frauen setzte sich Meredith Kessler aus den USA mit einem Start-Ziel-Sieg durch.

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Der Ironman-Tag in Arizona begann für Lionel Sanders zunächst wenig rekordverdächtig. Als 16. entstieg der Kanadier dem Tempe Town Lake. An der Spitze sorgte zunächst ein anderer Name für Aufsehen. Der Australier Cameron Wurf setzte sich gleich zu Beginn der drei weitgehend flachen Wendepunktrunden an die Spitze. Unter den ersten Verfolgern war zunächst auch Per Bittner vertreten, der mit zunehmender Dauer dann allerdings immer mehr Zeit auf die Spitze verlor. Sanders schob sich erwartungsgemäß in seiner Paradedisziplin immer näher an die Spitze heran. Als es in die letzte Runde ging führte er die Verfolger hinter Wurf bereits an, der sich allerdings noch vor Sanders in die zweite Wechselzone retten konnte. Der Rest der Verfolger, um Tj Tollakson, Gulio Molinari aus Italien, dem Briten Philip Graves und Brent McMahon, war bereits sechs Minuten und mehr zurück.

 

Sanders knackt Vanhoenackers Ironman-Rekordzeit

 

Im Marathon war dann die Flucht von Cameron Wurf, am Ende 14., schnell beendet und Sanders startete seinen Rekordlauf. Nach der schnellen Radzeit in 4:04:38 Stunden ließ der 28-Jährige nun einen 2:42:31-Stunden-Marathon folgen. Sanders lief zum Sieg und drückte die bisherige Bestzeit für Ironman-Rennen von Marino Vanhoenacker (Klagenfurt 2011: 7:45:48) um 1:19 Minuten nach unten. Noch schneller als Sanders rannte McMahon (2:40:17), der sich damit sicher auf Rang zwei festsetzen konnte. Tj Tollakson behauptete Rang drei vor dem Slowenen David Plese und Giulio Molinari. Per Bittner kam in 8:18:23 Stunden auf Rang neun ins Ziel. Jens Frommhold wurde Zehnter (8:21:48).

 

Kessler gelingt der Arizona-Hattrick

 

Im Frauenrennen kam lange kaum Spannung auf, zu dominant kontrollierte Meredith Kessler das Feld. Kessler kam allein in Führung aus dem Tempe Town Lake und fuhr auf dem Rad dem Feld dann schnell weit voraus. Als hartnäckigste Verfolgerinnen erwiesen sich die Niederländerin Yvonne van Vlerken und Angela Naeth aus Kanada. Beide verkürzten im letzten Drittel der Radstrecke den Rückstand zu Kessler etwas und stellten mit drei und vier Minuten Rückstand auf Kessler ihr Rad ab.

Beim Laufen war dann das Rennen für Naeth schon auf den ersten Kilometern beendet - DNF. Van Vlerken machte nun allein Jagd auf Kessler und knabberte bis nach der Halbmarathonmarke auch etwas am Vorsprung der Amerikanerin. Richtig nah ran kam van Vlerken aber nicht mehr und so wurde es Rang zwei in 8:51:27 Stunden, ein versöhnliches Ergebnis nach dem DNF in Kona. Wenig besser erging es dort Meredith Kessler als 35., die in Tempe aber auch diesmal nicht zu schlagen war und ihren dritten Ironman-Arizona-Sieg (8:48:23) in Serie feiern durfte. Elmore Malindi (8:57:229 aus Kanada wurde Dritte. 

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