Faris Al-Sultan

Mit 16 Jahren lief Faris Al-Sultan seinen ersten Marathon, mit 19 bestritt er seinen ersten Ironman. Auf Lanzarote damals, da das Mindestalter in Deutschland bei 21 Jahren war. Acht Jahre später krönte der Münchener seine Laufbahn mit dem Sieg auf Hawaii. Als damals dritter Deutscher, der dieses Rennen gewann, ließ er mit dem zuvor schon dreimal siegreichen Kanadier Peter Reid auch gleich eine Legende hinter sich.

Bereits 2004 kündigte sich der (endgültige) Durchbruch an: Faris Al-Sultan gewann den Half-Ironman St. Croix, wurde Zweiter bei der Quelle Challenge Roth – und damit auch Deutscher Meister über die Langstrecke – und stand in Hawaii als Dritter erstmals mit auf dem Podium. Damit hatte er bereits einen großen Teil seiner Ziele erreicht, 2005 komplettierte er die Liste mit dem WM-Titel in Kona, wo er nur ein Jahr später Dritter werden konnte. Faris Al-Sultan sollte später von den magischen drei Jahren (2004-2006) sprechen. 

Von da an aber lief es nicht mehr ganz optimal für den Münchener mit irakischen Wurzeln: Nur vereinzelt ließ er sein Können aufblitzen, ehe er sich mit den 2008er Siegen beim Ironman Langkawi/Malaysia und beim IM 70.3 in Wiesbaden wieder ein Lebenszeichen von sich gab. 

 

Rückkehr zu alter Stärke in den Jahren 2011 und 2012

 

In den Jahren 2010 bis 2012 fand dann Faris Al-Sultan nochmals zur altbekannten Stärke zurück. Nach dem Wechsel vom Team Erdinger Alkoholfrei zum neu gegründeten Abu Dhabi Triathlon Team trat Al-Sultan dort als Team-Kapitän auf und sorgte zudem wieder für große Siege. 2010 gewann er die Premiere das Ironman Regensburg, 2011 den Ironman Germany und 2012 den Ironman Austria. Seine Topform dieser Jahre bestätigte der Münchner dann auch noch mit dem 5. Rang beim Ironman Hawaii 2012. 

Zweimal sollte Al-Sultan noch als Athlet nach Kona zurück kommen. 2014 wirkte er dort schon im Vorfeld müde und stieg im Rennen selbst nach wenigen Radkilometern aus. 2015 folgte dann nach einem neuerlichen DNF beim Ironman Texas der Rücktritt als Triathlon-Profi. Allerdings verabschiedete sich der Publikumsliebling mit einer Eventtour bei seinen treuen Fans. Nach dem Allgäu Triathlon 2015 war dann endgültig Schluss.

 

Der Beckenbauer des Triathlon - als Athlet und als Trainer Ironman-Weltmeister

 

Schon beim Abschiedsinterview in Immenstadt erzählte dann Al-Sultan von seinen Plänen zukünftig auch als Trainer arbeiten zu wollen. Für die Saison 2016 wurde die Zusammenarbeit mit dem Darmstädter Patrick Lange vereinbart, der gerade den Sprung von der Mitteldistanz auf die Langdistanz wagen wollte. Al-Sultan attestierte Lange in seiner direkten Art zwar "zu wenig Talent", Lange antwortete auf seine Art. Er gewann den Ironman Texas und rannte beim Ironman Hawaii mit Laufstreckenrekord aufs Podium. 2017 wurde Faris Al-Sultan dann sogar Ironman-Weltmeister Coach, als Patrick Lange in Kona mit Streckenrekord zum Sieg rannte. 

In die Zeit des Rückzugs von Profisport fiel auch die Hochzeit (Herbst 2014) mit der langjährigen Partnerin Ina Reinders. Gemeinsam haben sie einen Sohn und eine Tochter. Ganz lassen kann Faris Al-Sultan das sporteln immer noch nicht. So wagte er sich 2016 an die Startlinie der SwimRun WM in Stockholm.

Steckbrief:

NameFaris Al-Sultan
Geburtsdatum21. January 1978
GeburtsortMünchen
NationDeutschland
WohnortMünchen
Größe181 cm
Gewicht72 kg
BerufTrainer
Websitewww.faris-al-sultan.de

Fotoserie Portrait: Faris Al-Sultan

Größte Erfolge:

2016 
Platz 1 SwimRun Rheinsberg (mit Werner Leitner/AUT)
Platz 13 SwimRun WM ÖTILLÖ Stockholm (Peter Oom/SWE)

2015
Platz 7 Ironman 70.3 Monterrey
Platz 8 Int. Cannes Triathlon

2014
Platz 1 Triathlon Ingolstadt (Kurzdistanz)
Platz 2 Allgäu-Triathlon
Platz 3 Frankfurthttp://www.tri2b.com/550-ironman-germany.html City-Triathlon
Platz 3 Ironman South Africa
Platz 6 Ironman 70.3 South Africa
Platz 10 Ironman 70.3 Rügen

2013
Platz 1 Ironman Lanzarote
Platz  7 City-Triathlon Frankfurt
Platz 10 Ironman Hawaii
Platz 15 Ironman 70.3 Wiesbaden
Platz 18 Ironman 70.3 San Juan 


2012
Platz 1 Ironman Austria
Platz 1 Ironman 70.3 Sri Lanka
Platz 2 Bonn-Triathlon
Platz 2 Samui-Triathlon
Platz 2 Abu Dhabi International Triathlon
Platz 5 Ironman Hawaii
Platz 9 Ironman 70.3-WM Henderson
Platz 12 Ironman 70.3 St. Pölten

2011
Platz 1 Ironman Germany
Platz 5 Ironman 70.3 Singapore
Platz 7 Ironman 70.3 Mallorca
Platz 8 Buschhütten
Platz 8 Abu Dhabi International Triathlon
Platz 10 Ironman Hawaii

2010
Platz 1 Ironman Regensburg
Platz 1 Triathlon Ingolstadt
Platz 4 Ironman 70.3 UK
Platz 6 Abu Dhabi International Triathlon
Platz 10 Ironman Hawaii

2009
Platz 6 Ironman Germany
Platz 6 Ironman 70.3 Germany
Platz 10 Ironman Hawaii

2008
Platz 1 Ironman Langkawi
Platz 1 IM 70.3 Wiesbaden
Platz 4 Ironman 70.3 St. Croix
Platz 11 Ironman Hawaii

2007
Platz 1 Kraichgau Triathlon-Festival (Mitteldistanz)
Platz 3 Laguna Phuket Triathlon
Platz 6 IM Germany

2006
Platz 1 Kraichgau Triathlon-Festival (Mitteldistanz)
Platz 2 Quelle Challenge Roth
Platz 3 Ironman Hawaii
Platz 4 Ironman South Africa

2005
Platz 1 Ironman Hawaii
Platz 1 Ironman Arizona

2004
Platz 1 Half IM St. Croix,
Platz Quelle Challenge Roth
Platz 3 Ironman Hawaii

2003
Platz 4 Ironman Kanada
Platz 7 Ironman Hawaii

2002
Platz 1 Deutsche Meisterschaft Mitteldistanz

2001
Platz 2 Ironman Brasilien

2000
Platz 1 Deutsche Meisterschaft Langdistanz

1999
Platz 1 IM Lanzarote (AK 18 – 24)
Platz 3 IM Hawaii (AK 18 - 24)

(Stand 16.01.2018)