
Der am Bundesstützpunkt Saarbrücken trainierende Perspektivkader-Athlet erreichte nach 1:46:37 Stunden das Ziel. Nach dem Schwimmen hatte Ortfeld zunächst in einer Verfolgergruppe agieren müssen, die über weite Teile der Radstrecke den Rückstand zur Spitze schloss. Direkt nach dem zweiten Wechsel übernahm der Deutsche dann selbst die Initiative und setzte sich gemeinsam mit einer kleinen Spitzengruppe vom restlichen Feld ab.
Auf dem anspruchsvollen Laufkurs mit dem Anstieg in Richtung Altstadt entwickelte sich ein offener Kampf um die Medaillenplätze. Immer wieder sorgten Tempoverschärfungen dafür, dass die siebenköpfige Führungsgruppe auseinanderfiel. Die entscheidende Attacke setzte schließlich der Franzose Nils Serre Gehri, der sich auf der Schlussrunde entscheidend absetzen konnte und in 1:46:01 Stunden souverän den Weltmeistertitel gewann.
Im Kampf um die weiteren Medaillenplätze musste Ortfeld auf den letzten Kilometern abreißen lassen. Silber sicherte sich Michael Gar (GBR/1:46:22 Stunden), Bronze ging an Zalán Hóbor (HUN/1:46:24 Stunden). „Die Attacke von Nils hat gesessen. Danach sind wir zu fünft um das Podium gelaufen. Aber da konnte ich heute leider nicht mehr mitgehen mit den Jungs. Es ist natürlich schade, aber ich bin dennoch zufrieden mit dem sechsten Platz“, sagte Ortfeld nach dem Rennen.
Auch Jan Scheffold zeigte eine starke Leistung. Als Sechster verließ er das Wasser und gehörte einer zehnköpfigen Spitzengruppe an. Auf der Radstrecke gelang es dieser jedoch nicht, den Vorsprung entscheidend auszubauen, sodass die Verfolger wieder aufschließen konnten. Am Ende belegte Scheffold nach 1:47:47 Stunden Rang 13.
Behrens macht mit toller Aufholjagd die Top Ten-Platzierung perfekt
Behrens benötigte für die Kurzdistanz 2:01:39 Stunden. Mit einem Rückstand von 1:22 Minuten hatte die Perspektivkader-Athletin als Teil einer großen Verfolgergruppe die zweite Wechselzone erreicht und die Verfolgung einer elfköpfigen Spitzengruppe aufgenommen. Zwar gelang es der am Bundesstützpunkt Potsdam trainierenden Triathletin nicht mehr, die Lücke zur Spitze zu schließen, dennoch arbeitete sie sich auf dem abschließenden 10-Kilometer-Lauf noch mehrere Positionen nach vorne.
Neben Behrens präsentierte sich auch Lilly-Marie Overberg vor allem in der zweiten Rennhälfte stark. Die 21-Jährige machte bereits auf dem 40-Kilometer-Radkurs entscheidend Boden gut, als sie gemeinsam mit zwei weiteren Athletinnen den Anschluss an die große Verfolgergruppe herstellen konnte. Anschließend arbeitete sich Overberg auch auf der Laufstrecke kontinuierlich nach vorne und belegte nach 2:02:44 Stunden Rang 14. Josephine Seerig komplettierte das deutsche Ergebnis mit Platz 32 in 2:06:19 Stunden.
Den Weltmeistertitel sicherte sich die Französin Ilona Hadhoum in 1:58:11 Stunden. Silber gewann ihre Landsfrau Léa Houart (1:59:26 Stunden), Bronze ging an die Kanadierin Sidney Clement (2:01:06 Stunden).






