
Für einen Triumph sorgte Martin Schulz, der sich in der Klasse PTS5 souverän in 57:39 Minuten durchsetzte, nachdem er seinen langjährigen Dauerrivalen aus Kanada, Stefan Daniel (57:52), vorentscheidend auf der Laufstrecke distanzieren konnte. „Stefan war so die Wundertüte. In den letzten Jahren hatte er nicht so einen Lauf. Er war hier so die Unbekannte in der Gleichung. Es hat mich überrascht, dass er so lange mitgelaufen ist“, sagte der Leipziger, der eigentlich mit einem anderen Rennverlauf gerechnet hatte.
Der von ihm hoch eingeschätzte Australier Jack Howell musste hingegen bereits auf der Radstrecke der Sprintdistanz abreißen lassen und kam am Ende als Siebter ins Ziel (1:00:40). „Er war dieses Jahr eigentlich der konstant Stärkste, aber ich habe schon beim Radfahren gesehen, dass da gar nichts läuft. Da weiß ich, dass er ziemlich schnell gebrochen ist, da habe ich auf der Radstrecke auch nicht lockergelassen.“
Martin Schulz: „Ein Sieg ist nicht selbstverständlich“
So bereitete Schulz seinen Sieg auf dem Rathausmarkt vor, wie der zweifache Paralympics-Sieger zugab: „Ein Sieg ist nicht selbstverständlich. Die Saison lief ein wenig holprig, noch nicht einmal, was das Training angeht. Aber ich konnte es noch nicht so richtig bei den Rennen zeigen. Beim, mal abgesehen von der Weltmeisterschaft, wichtigsten Rennen für mich, mit so einem Top-Feld, gewinnen zu können, fühlt sich echt gut an.“
Anja Renner ist megastolz über Rang zwei
Neben dem in den vergangenen Jahren erfolgreichsten deutschen Para Triathleten präsentierte sich auch Anja Renner gemeinsam mit Guide Maria Paulig erneut in guter Form. Die Bayerin belegte in der Klasse der sehbeeinträchtigten Starterinnen (PTVI) hinter der Spanierin Susana Rodriguez (1:03:18) den zweiten Platz (1:05:06). Dementsprechend zufrieden zeigte sich Renner im Zielinterview: „Ich bin sehr zufrieden. Platz eins ist immer schwer zu erreichen aufgrund der Compensation Time der B1-Athleten. Wir starten 3:21 Minuten hinter den B1-Athleten. Das auf der Sprintdistanz aufzuholen, da muss vorne schon ordentlich was schiefgehen. Im B2-B3-Feld waren wir die Schnellsten. Das ist das Minimalziel, was wir erreichen konnten. Ich bin megastolz, dass wir das geschafft haben.“
Lokalmatadorin Neele Ludwig verpasste in ihrer Heimatstadt das Podium der Klasse PTS2 als Vierte nach 1:26:24 um etwas mehr als vier Minuten. Auch Sabine Ellerbrock kam beim Debüt der World Triathlon Para Series auf dem Rathausmarkt als Vierte der Klasse PTS4 ins Ziel (1:28:10). Bei den Männern wurde Valentin Hanzer in der Klasse PTS3 Fünfter (1:08:02). Max Gelhaar wurde Siebter (1:12:50).







