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Xterra WM 2025: Alles, was man zum Offroad-Showdown am Lago di Molveno wissen muss

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Vorerst letztmals findet am Wochenende die Xterra World Championship in Andalo am Lago di Molveno in den italienischen Brenta-Dolomiten statt. Im Crosstriathlon WM-Rennen am Samstag gelten das französische Duo Arthur Serrieres und Solenne Billouin erneut als favorisiert. Bereits am Donnerstag fällt mit einem Short Track-Rennen die Entscheidung im Xterra-Weltcup. Insgesamt sind über 1.000 Teilnehmende aus 54 Nationen für die 29. Xterra-WM gemeldet. Hier ist unsere Vorschau.
xterra wc molveno 2024 07
Noch einmal ist der Lago di Molveno der Xterra WM-Austragungsort – 2026 findet die WM dann in New Mexiko statt – Bildrechte: Xterra

Short Track – 0,4 km Schwimmen, 8 km Mountainbike, 3 km Laufen

Das mit 5.000 € dotierte Shorttrack-Rennen ist zugleich das finale Rennen im diesjährigen Xterra-Weltcup. Nach zehn der elf gewerteten Rennen führt bei den Männern der Franzose Felix Forissier (710 Punkte) mit nur 12 Punkten Vorsprung vor seinem Bruder Arthur Forissier (698). Entsprechend spannend wird das finale Rennen am Lago di Molveno werden. Gute Chancen im Gesamtweltcup auf dem Podium zu stehen hat auch Sebastian Neef. Der gebürtige Regensburger liegt vor dem Finale mit 581 Punkten Rang drei und bringt 32 Punkte Vorsprung auf seinen ersten Verfolger Michele Bonacina (549) auf aus Italien mit.

Anders sieht es in der Frauenkonkurrenz aus. Hier hat die Italienerin Marta Menditto bereits einen uneinholbaren Vorsprung. Vor heimischem Publikum kann Menditto entspannt ins Rennen gehen und sich entsprechend feiern lassen. Spannend wird es aber um die Plätze dahinter. Nachdem die aktuell noch drittplatzierte Französin Alizee Paties nach einem Ermüdungsbruch auf das WM-Wochenende verzichten muss, kämpfen Aneta Grabmüller (CZE/2./553), Hannah-Lee Young (AUS/4./500) und Emma Ducreux (FRA/5./472) um die noch zwei zu vergebenden Weltcup-Podiumsplätze.

Xterra WM – 1,5 km Schwimmen, 32 km Mountainbike, 10 km Laufen – 100.000 € Preisgeld

Dreimal wurden bisher die Xterra WM-Titel in Andalo vergeben, dreimal ging dort Gold an Solenne Billouin und Arthur Serrieres.

Nimmt man den bisherigen Saisonverlauf als Maßstab, dann dürften auch diesmal wieder Arthur Serrieres und Felix Forissier den Titel unter sich ausmachen. 2024 und 2023 ging die WM-Entscheidung so aus, jeweils auf Rang drei gefolgt vom Dänen Jens Emil Sloth Nielsen.

Bei den Frauen dürfte der Sieg ebenfalls nur über die Titelverteidigerin gehen. Billouin, die über dem Sommer gleich mehrmals bei Ironman 70.3-Rennen an der Startlinie stand und Dritte in Westfriedland wurde, gewann zuletzt den Xterra Czech und die Xterra OSee-Challenge. Die Frage ist, wer die dreimalige Xterra-Weltmeisterin herausfordern kann, nachdem ihre Landsfrau Alizée Paties (2. 2023) verletzungsdingt fehlt und die Südtirolerin Sandra Mairhofer (2. 2022/2024) sich derzeit auf den UCI Mountainbike Marathon-Weltcup konzentriert.

Die O-Töne der Medaillen-Kandidatinnen- und -kandidaten

Arthur Serrières (FRA/Titelverteidiger): „Ich hoffe, dass ich wenigstens noch ein weiteres Mal ein Mann des Augenblicks sein kann, und ich denke auch, dass das, was ich in Molveno und in den letzten Jahren getan habe, den Leuten und XTERRA etwas gegeben hat.“

Solenne Billouin (FRA/Titelverteidigerin): „Es ist eine Erinnerung daran, dass ich es schon einmal geschafft habe und dass ich es auf diesem Terrain wieder schaffen kann, auch wenn ich jedes Mal mit einer neuen Einstellung an die Sache herangehe.“

Felix Forissier (FRA/2. 2024): „Der Spitzensport ist sehr anspruchsvoll und erfordert ein sehr hohes persönliches Engagement im täglichen Training. Am schwierigsten ist es für mich, einen disziplinierten Lebensstil beizubehalten, was oft bedeutet, dass ich meine Liebsten nur sehr wenig sehe.

Loanne Duvoisin (SUI/3. 2024): „Natürlich ist es ein großes Ziel für mich, diesen Titel zu gewinnen, und vielleicht klappt es ja dieses Jahr – das wäre toll.“

Jens Emil Sloth Nielsen (DEN/3. 2024): „Manchmal vergesse ich, wie privilegiert ich bin, einen Sport zu betreiben, den ich liebe, und darin zu den Besten der Welt zu gehören. In den letzten zwei Jahren habe ich an diese Tür geklopft – vielleicht kann ich dieses Jahr der Beste sein.“

Marta Menditto (ITA/7. 2024): „Ich möchte mir endlich beweisen, dass sich die harte Arbeit am Ende auszahlt. Ich möchte auch meine Freunde, meine Familie und mein Land stolz auf mich machen, aber zuerst möchte ich stolz auf mein Rennen sein.“

Arthur Forissier (FRA): „Beständigkeit bedeutet, dass ich jeden Tag antrete, unabhängig von den Bedingungen oder meiner Stimmung. Es geht darum, sich Schritt für Schritt anzustrengen, dem Prozess zu vertrauen und zu wissen, dass sich kleine, stetige Anstrengungen mit der Zeit zu großen Ergebnissen summieren.“

Aneta Grabmüller (CZE/5. 2024): „Ich habe dieses Jahr auf die harte Tour gelernt, wie wichtig es ist, das Tempo zu halten, und ich denke, das gilt in Molveno noch mehr. Mein Ziel wird es sein, mich auf mich und mein eigenes Rennen zu konzentrieren und mein Tempo klug zu wählen.“

Michele Bonacina (ITA): „Ich liebe die Atmosphäre – die Zeremonie vor und nach dem Rennen ist absolut fantastisch und die Rennen ebenso.“

Hannah-Lee Young (AUS): „Ich habe mich als Athletin in diesem Jahr exponentiell weiterentwickelt, und das verdanke ich meinem Engagement im Weltcup und der Möglichkeit, an vielen verschiedenen Orten und auf unterschiedlichen Strecken zu starten.“

Federico Spinazzè (ITA/17. 2024): „Die Weltmeisterschaft vier Jahre lang hier in Italien auszurichten, war eine wahre Freude für mich, ein einzigartiges Ereignis mit Athleten aus der ganzen Welt, das mir die Möglichkeit gab, vor meiner Familie und meinen Freunden zu starten.“

Die deutschen Starter und Starterinnen im Eliterennen: Scott Anderson, Philipp Meyer, Sebastian Neef, Jens Roth, Robin Schüssler, Lorena Erl, Annika Hartmann und Anna Lena Theisen.

Die Strecken:

Schwimmen – 1,5 km: Der Kurs im malerischer, aber wohl auch wieder ziemlich kalten Molveno-See besteht aus zwei 750 Meter langen Runden, inklusive eines Australien-Exits.

Mountainbike – 32 km: Die MTB-Srecke ist in zwei 16 km-Schleifen aufgeteilt und überwindet mehr als 1.100 Höhenmeter. Die Strecke beginnt flach entlang des Seeufers, bevor sie steil ansteigt und über Schotterstraßen, Wurzeln und felsige Pfade führt. Zurück geht es über knifflige Serpentinen und lose Steinabfahrten.

Traillauf – 10 km: Der Lauf ist eine 10 km lange Schleife, die zweimal zu durchlaufen ist und 288 Höhenmeter aufweist. Er beginnt mit einer Runde durch den Ort, bevor er in einen bewaldeten Singletrail übergeht. Dort wechseln Abschnitte mit starken und leichteren Steigungen ab. Nach der zweiten Schleife flacht die Strecke am Strand des Molveno-Sees ab und bietet ein dramatisches Finish.‍

Zeitplan:

Donnerstag, 25.09: Short Track Elite – Start: 14:10 Frauen – 15:10 Männer

Samstag, 27.09: Xterra WM Elite und Agegroups – Start: 10:00 Männer-Elite, 10:03 Elite-Frauen, ab 11:15 Agegroups

Sonntag, 28.09: Xterra Nachwuchs-WM und Rahmenwettbewerb Supersprint und Sprinttriathlon

Wettervorhersage:

Herbstlich kühl und zeitweise auch nass wird sich das Wetter in Andalo präsentieren. Die Tageshöchstwerte werden dabei nur wenige über 10 Grad-Marke liegen. Erst am Sonntag, bei den Nachwuchsrennen und den Rahmenwettbewerben soll die Sonne vermehrt zum Vorschein kommen.

Liveübertragung:

Auf dem Xterra Youtube-Channel wird das Short Track-Rennen , die Elite-WM und die Nachwuchs-WM live gestreamt.

Hier gibt´s ein Video mit dem deutsche Xterra-Pärchen Lorena Erl und Sebastian Neef beim Xterra Weltcup in Quebec.

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