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XTERRA WM: Felix Forissier und Loanne Duvoisin gewinnen die Titel in Andalo

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Mit einem neuen Weltmeister und einer neuen Weltmeisterin endete das Eliterennen der XTERRA World Championship in Andalo am Lago di Molveno. Der Franzose Felix Forissier setzte sich nach 1,5 km Schwimmen, 32 km Moutainbike und 10 km Trailauf in 2:44:19 Stunden überlegen vor dem Dänen Jens Emil Sloth Nielsen (2:45:52) und seinem Landsmann Arthur Serrieres (2:47:13), der zuletzt dreimal in Folge XTERRA WM-Gold gewann, durch. Die Schweizerin Loanne Duvoisin durfte sich nach 3:15:19 Stunden ebenfalls über ihren ersten XTERRA WM-Titel freuen, vor den entthronten französischen Titelverteidigerin Solenne Billouin (3:19:31) und der Chilenin Barbara Riveros (3:22:41).
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Loanne Duvoisin gewinnt nach dem Short Track auch den XTERRA WM-Titel in Andalo – Bildrechte: XTERRAplanet

Unterkühlt (11°C Luft / 17,4°C Wassertemperatur) und regnerisch präsentierte sich das Wetter bei der vierten XTERRA WM in den italienischen Brenta-Dolomiten und sorgte für extrem herausfordernde Bedingungen.

Es war wieder einmal Jens Roth, der zusammen mit dem Briten Henry Bramwell-Reeks das Schwimmen bestimmte. Nach 19:42 min stieg der Trierer Crosstriathlon-Spezialist zusammen mit dem Briten aus dem Lago di Molveno. Die ersten Verfolger, mit dem Gesamtweltcup-Sieger Felix Forissier und dem WM-Titelverteidiger Arthur Serrieres folgten mit gut 20 Sekunden Abstand in die T1.

Felix Forissier setzt sich auf dem MTB ab

Auf dem aus zwei Runden bestehenden Bikekurs, der sich durch die Regenfälle der Vortage an vielen Stellen äußerst matschig präsentierte, sortierte sich das Feld. Felix Forissier setzte sich an die Spitze, direkt verfolgt vom Dänen Jens Emil Sloth Nielsen. In Lauerstellung fuhr nach der ersten Runde mit einer guten Minute Rückstand ein französisches Duo mit Maxim Chané und Arthur Serrieres. Eine weitere Minute zurück lagen Landsmann Arthur Forissier und der US-Amerikaner Sullivan Middaugh, der am Freitag das Short Track-Rennen für sich entscheid.

Als es zum zweiten Mal in den langen Anstieg ging, verlor Chané den Anschluss und Arthur Serrieres konnte zusammen mit Sullivan Middaugh vorbeiziehen. An der Spitze nahm derweil Felix Forissier 36 Sekunden Vorsprung vor Sloth Nielsen mit auf die Laufstrecke. Als Dritter wechselte Titelverteidiger Serrieres (+1:32) in die Laufschuhe. Dahinter klaffte bereits eine Lücke von fast zwei Minuten zu Chané und den weiteren Verfolgern.

Die Medaillen schienen bereits vergeben. Die Frage war nun, ob Felix Forissier nach den zwei zweiten Plätzen in den Vorjahren endlich sein Meisterstück macht. Der 27-Jährige konnte auf der ersten der beiden Laufrunden den Vorsprung vor Sloth Nielsen schnell auf über eine Minute ausbauen. Da auch Serrieres nur einige Sekunden gutmachen konnte, wurde die finale Runde zum Triumphlauf für den Leader. Felix Forissier lief mit gut eineinhalb Minuten Vorsprung zu seinem ersten XTERRA WM-Titel. Ebenso ungefährdet verteidigte Jens Emil Sloth Nielsen seinen zweiten Platz vor einem geschlagenen Arthur Serrieres.

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Lässt die Muskeln spielen: Der neue XTERRA-Weltmeister Felix Forissier – Bildrechte: XTERRAplanet

Jens Roth als Elfter bester Deutscher

Stark unterwegs war der beste Deutsche Jens Roth auch auf dem Bike und in den Laufschuhen. Der 37-Jährige hielt sich lange in den Top Ten und fiel erst beim Laufen auf Rang elf zurück. Scott Anderson folgte auf Rang 15. Sebastian Neef, der sich vor zwei Tagen im Short Track den dritten Platz im Gesamtweltcup gesichert hatte, verzichtete aufgrund der im Vorfeld durchgemachten Erkrankung auf einen Start.

Junge Britin prescht mutig vorne weg

Bei den Frauen war es die junge Britin Isla Hedley, die nach 21:38 min knapp vor der Tschechin Aneta Grabmüller die Schwimmbestzeit vorlegte. Als nächste folgte dem Duo die Challenge Roth-Dritte Alanis Siffert. 1:42 min vergingen, bis die Topfavoritin und Titelverteidigerin Solenne Billouin ihren Wetsuit abstreifte und sich auf die Verfolgung machte.

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Isla Hedley: First out of the water – Bildrechte: XTERRAplanet

Auf dem technisch noch einfachen Bike-Abschnitt setzte sich zunächst Siffert an die Spitze, bevor anschließend Hedley ihre Stärken in den technischen Passagen ausspielte und nach der ersten der zwei Bike-Runden eine gute Minute Vorsprung auf ihre erste Verfolgerin Loanne Duvoisin herausgearbeitet hatte.  Mit 1:44 min Rückstand ging Billouin in die zweite Runde, gefolgt von Grabmüller (+2:44) und Barbara Riveros (+3:00), während Siffert (+5:00) immer weiter zurückfiel.

Riesenpech hatte dann Hedley, die in Führung liegend einen Reifenschaden hinnehmen musste und dadurch um die fünf Minuten verlor. Die neue Führende war Duvoisin, die ihren Vorsprung auf Billouin sogar etwas ausbauen konnte. Die Schweizerin stürzte dann allerdings im Downhill auf dem matschigen Untergrund und verlor vollkommen ihren Rhythmus. Dadurch kam Billouin bis ins Bikeziel bis auf 18 Sekunden heran.

Nur 18 Sekunden Differenz in der T2 zwischen Duvoisin und Billouin

Der Fight um Gold war endgültig eröffnet. Während dahinter Barbara Riveros, Aneta Grabmüller und Emma Ducreux um WM-Bronze kämpften. Auf der Laufstrecke zeichnete sich dann allerdings schnell ab, dass Billouin ihre Körner bereits verschossen hatte. Die 28-jährige Französin, die alle bisherigen drei WM-Rennen in Andalo für sich entschieden hatte, kämpfte schwer und verlor viel Zeit auf die deutlich leichtfüßiger erscheinende Duvoisin. Bis ins Ziel vergrößerte die 27-jährige Westschweizerin, die am Donnerstag schon im Short Track gewann, ihren Vorsprung auf satte 4:11 min. Nach Rang zwei 2021 auf Maui und Rang drei im Vorjahr durfte sich Loanne Duvoisin nun endlich über XTERRA WM-Gold freuen.

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Frauen WM-Podium: Solenne Billouin, Loanne Duvoisin und Barbara Riveros – Bildrechte: Bildrechte: XTERRAplanet

Hinter der zweitplatzierten Solenne Billouin sicherte sich die viermalige Olympia-Teilnehmerin Barbara Riveros den Bronzeplatz. Dahinter folgten Aneta Grabmüller und die beim Laufen stark auftrumpfende Italienerin Marta Menditto, die sich am Donnerstag bereits den Sieg im XTERRA-Weltcup gesichert hatte, auf den Rängen vier und fünf.

Die beiden deutschen Starterinnen Lorena Erl und Annika Hartmann kamen auf den Rängen 19 und 20 ins Ziel.

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