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XTERRA World Cup Finale: Menditto und Forissier holen Gesamtsiege, Neef Dritter

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Andalo am Lago di Molveno war am Donnerstag Schauplatz eines packenden Finales im XTERRA-Weltcup. Zwei Tage vor dem WM-Einzelrennen ging es zu Füßen der Brenta-Dolomiten im Short Track-Format über 400 m Schwimmen, 8 km Mountainbike und 3 km Laufen. Aus deutscher Sicht stand Sebastian Neef im Blickpunkt, der mit einer Energieleistung seinen dritten Platz in der Weltcup-Gesamtwertung erfolgreich verteidigen konnte.
XTERRA Short Track Lago di Molveno 2025
Felix Forissier gewinnt den XTERRA-Weltcup 2025 – Bildrechte: XTERRA

Herbstliche Temperaturen von 15 °C in der Luft und 17 Grad °C im Wasser empfingen die Athletinnen und Athleten beim Auftaktrennen des XTERRA WM-Wochenendes. Teilweise blitzte auch die Sonne zwischen den tiefhängenden grauen Wolken hervor.

XTERRA Short Track Lago di Molveno 2025
Start zur Short Track-Entscheidung – Bildrechte: XTERRA

Frauen: Duvoisin siegt im Finale – Menditto schreibt Geschichte

Die Schweizerin Loanne Duvoisin setzte sich im Short Track der Frauen in 36:03 min durch. Nach starker Radleistung (17:51) hielt sie auch auf der Laufstrecke das Tempo hoch und verwies die amtierende Weltmeisterin Solenne Billouin (FRA, 36:30) und Isla Hedley (GBR, 36:40) auf die Plätze zwei und drei.

XTERRA Short Track Lago di Molveno 2025
Auf dem Weg zum Tagessieg: Loanne Duvoisin – Bildrechte:

Marta Menditto (ITA), die schon vor dem Rennen uneinholbar in Führung lag, krönte sich als erste nicht-französische Athletin zur XTERRA-Weltcupsiegerin – und das vor heimischem Publikum. Sie sammelte insgesamt 729 Punkte und verwies Aneta Grabmüller (CZE, 600 Punkte) sowie Alizée Paties (FRA, 550 Punkte) auf die weiteren Podestplätze. Die deutsche Crosstriathletin Lorena Erl, die sich in der Tageswertung auf Rang 20 platzierte, wurde Siebte im Gesamt-Weltcup.

Männer: Middaugh wiederholt Tagessieg – Forissier sichert sich den Weltcup

Bei den Männern triumphierte erneut der US-Amerikaner Sullivan Middaugh, der nach seinem Vorjahressieg auch 2025 das Short Track-Rennen am Lago di Molveno für sich entschied. In 31:37 min setzte er sich knapp vor Jens Emil Sloth Nielsen (DEN, 31:44) und Arthur Serrières (FRA, 31:55) durch.

XTERRA Short Track Lago di Molveno 2025
Erneut Short Track-Sieger in Andalo: Sullivan Middaugh – Bildrechte: XTERRA

In der Gesamtwertung ging der Titel jedoch den Tagesvierten Felix Forissier (FRA). Mit 766 Punkten verteidigte er seine Spitzenposition knapp vor seinem Bruder Arthur Forissier (745 Punkte). Spannend wurde wie erwartet um Rang drei. Der amtierende deutsche Crosstriathlon-Meister Sebastian Neef, der in der finalen Vorbereitung von einer Erkrankung ausgebremst wurde, kämpfte sich in Andalo auf Rang 17 ins Ziel und verteidigte damit mit 598 Punkten den dritten Platz im XTERRA Weltcup 2025. Sein direkter Verfolger, der Italiener Michele Bonacina kam mit seinem neunten Tagesrang bis auf 13 Punkte an Neef heran. Noch gefährlicher wurde der Däne Sloth Nielsen, der mit seinem zweiten Platz bis auf 9 Punkte an den 36-jährigen Deutschen heranrückte.

Auf Instagram hatte Neef bereits zuvor bekannt gegeben, dass 2025 seine letzte Saison als Athlet in der Eliteklasse sein wird.

O-Töne aus Andalo

  • Sebastian Neef (GER): „Danke euch allen für die Unterstützung heute! Wenn es nicht um den Weltcup gegangen wäre, hätte ich das Rennen heute wahrscheinlich ausgelassen. Mein Körper war definitiv nicht bereit dafür – vor allem nach einer Krankheit Ende letzter Woche, von der ich mich immer noch nicht ganz erholt hatte. Aber es fühlt sich so gut an, das nach Hause gebracht zu haben!“
  • Loanne Duvoisin (SUI): „Am Anstieg auf dem Rad konnte ich pushen, und nach zwei Runden hatte ich die Spitze eingeholt. Ich hatte gute Beine für das Ende.“
  • Marta Menditto (ITA): „Ich wollte mir endlich beweisen, dass sich harte Arbeit auszahlt. Den Weltcup zu gewinnen, hätte ich vor der Saison nicht für möglich gehalten.“
  • Sullivan Middaugh (USA): „Dieses Jahr bin ich mit mehr Selbstvertrauen ins Rennen gegangen. Ich wollte es nicht auf einen Sprint gegen die Franzosen ankommen lassen.“
  • Jens Emil Sloth Nielsen (DEN): „Es war wie in der Formel 1 – extrem schnell, ohne Platz für Fehler.“
  • Felix Forissier (FRA): „Mein Ziel war es, den Weltcuptitel zu sichern. Das ist gelungen, und ich bin glücklich, dass ich mit meinem Bruder auf dem Podium stehe.“

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