Challenge Wanaka: Farlow folgt auf Whyte

René Penno für tri2b.com am 21.01.2012 - 06:33 Uhr
Aaron Farlow holte sich in diesem Jahr den Sieg am Lake Wanaka
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Aaron Farlow hat die Auflage 2012 der Challenge Wanaka gewonnen. Der Australier verwies nach 8:41:53 Stunden Vorjahressieger Jamie Whyte auf Rang zwei. Mit zehn Minuten Rückstand war der Kiwi diesmal ohne Chance. Bei den Frauen holte sich Gina Crawford ihren vierten Titel am Lake Wanaka, hinter ihr kamen mit Britta Martin und Simone Maier zwei deutsche Frauen auf die Ränge zwei und drei.

Lange war das Rennen der Männer an der Spitze offen. Mit Kieran Doe und Bryan Rhodes mischten auch zwei Neuseeländer schon früh vorne mit, mussten sich aber mit den Australiern Aaron Farlow und Courtney Ogden auseinandersetzen. Nach dem ersten Drittel der Radstrecke hatte Farlow schon seine erste Duftmarke gesetzt, als er allein an der Spitze kurbelte. Das änderte sich schnell, als Kieran Doe wieder aufschloss und selbst die Spitze übernahm. Rund 140 Kilometer lang lieferten sich der Aussie und der Kiwi ein Duell, dann drehte Farlow erneut auf und wechselte mit über vier Minuten Vorsprung in die Laufschuhe.

Mit dem schnellsten Marathon (3:02:41) machte der Australier seinen ersten Sieg bei der Challenge Wanaka perfekt. Dem konnte auch der Titelverteidiger nichts mehr entgegensetzen: Jamie Whyte verlor schon auf dem Rad wertvolle Zeit, wirklich ins Hintertreffen geriet der Neuseeländer aber erst im Marathon. „Ich habe versucht, mir noch mehr abzufordern, aber ich konnte nicht schneller“, sagte Whyte. Er verbesserte sich in der dritten Disziplin zwar auf Rang zwei vorbei am späteren Dritten Kieran Doe, verlor aber immer mehr Zeit auf Aaron Farlow, dessen Sieg so schon zeitig feststand. Kieran Doe, der als Erster aus dem Wasser stieg und das Rennen auf dem Rad lange offen hielt, wurde Dritter vor Courtney Ogden und dem Dänen Jimmy Johnson. Marc Pschebizin, Sieger in Wanaka 2008, beendete das Rennen als Achter.

Vierter Sieg nach Babypause

Gina Crawford (Endzeit: 9:44:06) machte es nach ihrer Babypause wie bei ihren früheren Siegen in Wanaka: Die Neuseeländerin kletterte als Erste aus dem Wasser, baute auf dem Rad ihren Vorsprung aus und ließ auch im Marathon nichts mehr anbrennen. Allerdings profitierte sie von ihrer Schwimmleistung. Hier nahm sie den Konkurrentinnen die Zeit ab, die am Ende zum Sieg reichte. Denn die beiden deutschen Frauen Britta Martin (9:47:39) und Simone Maier (9:57:42) fuhren deutlich schneller Rad; und Martin, im letzten Jahr Siegerin der Halbdistanz, war im Marathon der Neuseeländerin mindestens ebenbürtig. Zwar rannte Crawford die ersten drei Kilometer in elf Minuten an, am Ende aber war Martin sogar um fünf Sekunden schneller. Zum Sieg aber reichte das nicht mehr.

Den Sieg auf der Halbdistanz holte sich in diesem Jahr Braden Currie. Der Neuseeländer siegte nach 4:17:37 Stunden vor Matt King und Paul O’Doherty und stellte einen neuen Streckenrekord auf. Bei den Frauen blieb der Sieg diesmal ebenfalls in Neuseeland: Hanna Lawrence siegte vor Joanna Williams und Susie Wood.