Road to Rio: Deutsche Triathleten machen sich in Südafrika fit

von tri2b.com | 18.01.2016 um 15:31
Seit dem 8. Januar weilt die deutsche Triathlon-Nationalmannschaft zum Training in Potchefstroom (Südafrika). DTU-Cheftrainer Ralf Ebli betreut mit dem U23-Bundestrainer Klaus-Peter Justus und Projekttrainer Ron Schmidt die insgesamt 13 Kader-Athleten vor Ort. Elite-Bundestrainer Dan Lorang wird die Trainingsleitung ab dem 19. Januar übernehmen.

Schwerpunkt des vierwöchigen Trips nach Südafrika wird anfangs die weitere Ausbildung der Grundlagenausdauer sein. Nach dem ersten Block und der Anpassung an das Reizklima in Potchefstroom werden in der zweiten Hälfte unter anderem intensivere Reize in Form von Intervalltraining gesetzt, um die aerobe Leistungsfähigkeit zu erhöhen und die Athleten und deren Stoffwechsel auf die wettkampfspezifischen Belastungen im Februar vorzubereiten.

 

 

Top-Bedingungen und Top-Motivation im Olympiajahr 2016

 

„Wir haben hier Top-Bedingungen in Potchefstroom“, beschreibt Ebli die ersten Tage. „Kurze Wege, warme Klimabedingungen und sehr gute Trainingsstätten erlauben es uns, effektiv zu trainieren und dabei auch ausreichend Zeit für die Regeneration zu haben. Alle Athleten sind im olympischen Jahr besonders motiviert und wollen den nächsten Leistungssprung in ihrer Formentwicklung realisieren.“ Die angesprochenen Athleten sind Anne Haug (Bayreuth), Anja Knapp (Dettingen), Hanna Philippin (Saarbrücken) und Lisa Sieburger (Eschborn) aus dem B-Kader. Das Damen-Team komplettiert Laura Lindemann (Potsdam) aus dem U23-B-Kader. Das Herren-Team bilden Steffen Justus, Jonathan Zipf (beide Saarbrücken) und Justus Nieschlag (Lehrte) sowie die U23-Kader Lasse Priester (Norderstedt), Jonas Breinlinger (Saarbrücken), Valentin Wernz (Tuttlingen), Ian Manthey (Berlin) und Lasse Lührs (Potsdam).

 

Gezielte gelegentliche Reize durch Rennsimulationen

 

 

Parallel zu den Einheiten im Schwimmen, Radfahren, Laufen und im Bereich der Athletik wird auch die Schulung des taktischen Rennverhaltens auf dem Programm der Einheiten in Potchefstroom stehen. Mit gezielten gelegentlichen Trainingsreizen durch „Rennsimulationen“ auf dem Rad sollen die Athleten einerseits beweisen, wie gut ihr Gespür für Taktik ist und wie sie im Team arbeiten können, aber andererseits natürlich auch testen, wie hoch ihre aktuelle Leistungsfähigkeit bereits ist. „Diese Simulationen sorgen im Trainingsalltag für eine willkommene Abwechslung und ich denke, für die Athleten werden diese Elemente kleine Highlights werden“, weiß Ebli aus Erfahrung, dass die Wettkampf-Simulationen die Stimmung im Team fördern. Auf Abschnitten von fünf Kilometern werden jeweils kleine Radrennen ausgetragen, bei dem jeder einen Teamkollegen als „Helfer“ in seiner Mannschaft hat. „Trotz der hohen Intensitäten schätzen wir im Trainerteam, dass diese Simulationen Trainingseffizienz und Stimmungsförderung vereinen.“

 

 

Erste Standortbestimmung bei der World Triathlon Series in Abu Dhabi

 

Erstes Ziel im Jahr 2016 ist der Auftakt zur Triathlon-Weltmeisterschafts-Serie in Abu Dhabi am 4./5. März. Dort steht für die Triathlon-Nationalmannschaft das erste Rennen mit Olympia-Qualifikationschancen auf dem Programm. „Unsere Trainingskonzeption ist somit darauf ausgerichtet, dass die Athleten in der Lage sind, in Abu Dhabi ihre zu dem Zeitpunkt bestmögliche Leistung abzurufen, um sich ihre Olympiaqualifikation so früh wie möglich zu sichern“, so Ebli. Am 5. Februar kehrt das Team aus Südafrika zurück.