Hoka Carbon X 2

von tri2b.com | 24.04.2021 um 21:24
Mit dem Carbon X hat Hoka vor zwei Jahren seinen ersten Runningschuh mit carbonverstärkter Zwischensohle vorgestellt. Für die Saison 2021 ist das Modell nun in der Version Carbon X 2 herausgekommen, der sich in einigen Details von der Vorgängerversion unterscheidet. Der Einsatzbereich bleibt dabei unverändert. Auf den längeren Wettkampfdistanzen soll der Hoka Carbon X 2 für persönliche Bestzeiten sorgen.

Optisch fällt beim Carbon X 2 vor allem die nach hinten verlängerte Zwischensohle auf, wie sie im Vorjahr erstmals bei Hokas Clifton Edge zum Einsatz kam. Ebenso die weit nach oben gezogene und nach hinten gekrümmte Fersenlasche. Ebenfalls verändert wurde der äußerst luftdurchlässige Schaft, der insbesondere um die Ferse herum mit TPU-Garnen sinnvoll verstärkt wurde und  so etwas mehr Halt bietet, ohne das Gewicht in die Höhe zu treiben.

Die Veränderungen an der Zwischensohle sind hingegen nur marginal. So nimmt die dämpfungsgebende PROFLY-Zwischensohle etwas mehr Raum ein. Der unter der Carbonplatte aufgebrachte gummierte Schaumstoff, der auch die Laufsohle darstellt, ist hingegen etwas dünner. Außerdem bietet die Carbonplatte im Vergleich zur Urform des Carbon X etwas mehr Flex im Zehenbereich.

 

Unser Testfazit:

 

In unserem übergreifenden Testfazit haben wir die Fragestellung: „Für welche Läufer*innen macht ein carbonverstärkter Laufschuh eigentlich Sinn?“ wie folgt beantwortet. „Es sollte schon Erfahrung mit klassischen Race-Modellen vorhanden sein." Oder man steigt mit dem Hoka Carbon X 2 ein, der laut Aussage unserer Tester*innen „sehr gutmütig“ zu laufen ist. Beim neuen Carbon X-Update ist Hokas Bestreben deutlich spürbar, einen carbonverstärkten Laufschuh zu bauen, mit dem auch der „middle oft the pack Finisher“ seinen Spaß auf langen Wettkampfdistanzen haben kann.

Der Hoka Carbon X 2 gehört zu den "gutmütigen" Vertretern im Segment der Carbon-Racer - © tri2b.com

So gibt der Carbon X 2 ein Höchstmaß an reaktivem Dämpfungskomfort mit auf die Straße und lässt dem Fuß durch die nicht total versteifende Carbonsohle einen gewissen natürlichen Spielraum in der finalen Abrollbewegung. Außerdem bietet der neue Langdistanz-Wettkampfschuh von Jan Frodeno auch in punkto Stabilität eine gewisse Reserve. Die breitere Auflagefläche der Laufsohle und der hochgezogene Rahmen der Zwischensohle sorgt für gute Führung, selbst wenn die Koordination bei fortschreitender Ermüdung schlechter wird.

"Das Laufgefühl ist beflügelnd", gab dann auch ein Tester zu Protokoll, der zudem auch den satten Sitz im Mittelfußbereich lobte. Der Grip der Laufsohle ist auf trockenem Untergrund überzeugend, bei Nässe gibt´s allerdings leichte Abzüge. Gleiches gilt für den Verschleiß der Laufsohle, die gerade bei extremeren Fußaufsatzwinkeln relativ schnell deutliche Abnutzungsspuren zeigte. Durch die neugeformte Fersenpartie ist auch der schnelle Einstieg und das Barfußtrageverhalten nochmals leicht verbessert und jetzt auf absolutem Topniveau. Trotzdem gilt: Auch im Hoka Carbon X 2 berichteten unsere Tester bei längeren Läufen von den erhöhten Anforderungen an den Bewegungsapparat (meistens Wade, Übergang Achillessehne).

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Technische Details

HerstellerHoka
ModellCarbon X 2
KategorieRace-Carbon
empf. VK-Preis in Euro180,00
Gewicht249 g (Männer UK 10)
Größen Männer UK 6,5 - 13, 14/ Frauen UK 5 - 11
Sohlenaufbau Neutral, Carbonplatte, EVA Brandsohle
Passformnormale Weite
optimales Körpergewicht <85 km
Sprengung Männer 5 mm
Webwww.hokaoneone.eu/de

Bewertung

Abroll-/Abdruckverhalten - +
Dämpfung Vorfuß - +
Dämpfung Rückfuß - +
Grip Laufsohle - +
Triathlon-Einstieg - +
Barfuß-Komfort - +

Fotoserie: Hoka Carbon X 2